Ich habe mir meinen Frust von der Seele geschreiben über das Fällen von über 150 Jahre alten Buchen im FFH-Gebiet Köllnischer Wald nahe Bottrop – keine 3 km von meiner Wohnung entfernt:
Ich habe mir meinen Frust von der Seele geschreiben über das Fällen von über 150 Jahre alten Buchen im FFH-Gebiet Köllnischer Wald nahe Bottrop – keine 3 km von meiner Wohnung entfernt:
Ich habe zwei neue Seiten geschrieben, die sich mit Reaktionen auf die plusminus-Sendung „Kahlschlag im Naturschutzgebiet“ vom 8. Januar 2014 auseinandersetzen:
Das Umweltministerium fasst die sattsam bekammten Rechtfertigungen für den Kahlschläge im Nationalpark Eifel noch einmal zusammen. Es wird deutlich, dass das Umweltministerium, Wald-und-Holz-NRW und die Nationalparkverwaltung eine geschlossene Phalanx bilden. Da ist nicht ein Beamter, der ausschert und Zweifel anmeldet.
Ein echter Knüller ist die Beschwerde des FSC-Vorsitzenden Riestenpatt beim NDR. Es geht nur um 30 Sekunden Berichterstattung, in denen ganze 5 Sätze gesagt werden. Trotzdem explodiert Riestenpatt förmlich vor Zorn und macht seinem Herzen auf vier eng beschriebenen DIN-A4-Seiten Luft. Dabei macht er Aussagen, bei denen sich viele Umweltschützer verwundert die Augen reiben werden: Der FSC sei kein Öko-Siegel. Harvester sind angeblich unstrittig und modern und schützen die Naturverjüngung. Nicht einmal vor Drohungen macht er halt: „Eine derartig einseitige und von partikularen Interessen getriebene Berichterstattung werden wir uns nicht bieten lassen.“
Ende Januar wurde ich von der Nationalparkverwaltung Eifel wegen einer Ordnungswidrigkeit schriftlich verwarnt: Ich habe gegen das Wegegebot verstoßen, als ich zur größten Buchenwald-Naturwaldzelle im Nationalpark gewandert bin. Die für das Wegekonzept Verantwortlichen haben das Kunststück fertiggebracht, den 170jährigen Buchenwald komplett zur verbotenen Zone zu erklären. Lesen Sie hier meinen Bericht und den Originaltext der Verwarnung:
35 € Verwarngeld wegen Verstoß gegen Wegegebot
Unter der Überschrift „Expertenrat“ kommentiert Lokalredateur Peter Stollenwerk von den Eifeler Nachrichten, dem Zentralorgan der Nationalparkverwaltung, die Protestwelle nach dem plusminus-Beitrag über den Kahlschlag im Naturschutzgebiet. Er rät seinen Lesern, nicht um die „Allerwelts-Fichtenwälder“ zu trauern. Die Eifel sei durch die Kahlschläge „luftiger“ und „einladender“ geworden. Ich stelle Ihnen den Kommentar hier vor:
Kommentar von Peter Stollenwerk in den Eifeler Nachrichten
Ich habe eine lange Analyse des angeblich notwendigen „Waldumbaus“ im Süden des Nationalparks Eifel geschrieben: Förstermärchen zum Waldumbau
Darin werte ich die alljährlichen Leistungsberichte aus, kritisiere die Fehlkonstruktion des südlichen Teils des Nationalparks mit seinen Borkenkäferkampfzonen und analysiere die vielen Probleme des dortigen Buchenvoranbaus. Ich werfe der Nationalparkleitung vor, dass sie die Idee des Prozessschutzes („Natur Natur sein lassen“) nicht verstanden hat.
„Waldumbau“ südlich von Erkensruhr: Die kahlgeschlagene Fläche verbuscht – der verbissresistente Ginster breitet sich aus.
Zum Begriff des „Förstermärchen“ vergleiche: Hans Bibelriether: Forst- und Holzmärchen heute, in: Nationalpark 2, 2008, S. 14-16 (Bibelriether kritisiert ausführlich die folgende Propagandaschrift: Absatzförderungsfond der Deutschen Forst- und Holzwirtschaft, Waldbild – Einblick in die nachhaltige Forstwirtschaft, Mülheim 2007)