Professoren zu Kahlschlägen am Wüstebach

Vier Professoren nahmen im Jahr 2006 an der Fachtagung „Nationalpark Eifel: Wald in Entwicklung, Offene Fragen – Leitlinien – Maßnahmen“ teil. Ich habe sie angeschrieben und um eine Stellungnahme zu den Kahlschlägen am Wüstebach gebeten. Zwei von ihnen – Wolfgang Schmidt und Wolfgang Scherzinger – haben mir geantwortet. Ich stelle Ihnen die Antworten auf dieser Seite vor: Professoren zu Kahlschlägen im Wüstebachtal.

Titelseite der Aachener Zeitung

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Marlon Gego, Redakteur der Aachener Zeitung, hat heute einen großen Bericht über die „Holzschlacht“ in den Wäldern Nordrhein-Westfalens veröffentlicht:

Der Aachener Zeitung liegen alle Verträge vor, die das Land 2007 mit Klausner und 5 weiteren Sägewerken abgeschlossen hat (vergleiche Gutachten von Professor Schulte zu den Klausner-Verträgen). In mindestens einem wird der Nationalpark Eifel ausdrücklich als Liefergebiet genannt.

Der im Bericht genannte Leiter der Landesforstverwaltung Franz-Lambert Eisele, der auf einer Autobahnraststätte (sic!) die Klausner-Verträge aushandelte, hat praktischerweise 2006 an der Fachtagung „Nationalpark Eifel: Wald in Entwicklung, Offene Fragen – Leitlinien – Maßnahmen“ teilgenommen. Der Tagungsband zeigt ihn freudestrahlend auf Seite 3 in der vorderen Reihe links.

Boden im Wüstebachtal ist trocken

Auf dem 8 ha großen Kahlschlag am Wüstebach im Nationalpark Eifel sollen laut Nationalparkverwaltung Auenwälder mit Erlen wachsen. Dummerweise beweisen öffentlich zugängliche Karten des LANUV, dass die Böden im Wüstebachtal überwiegend trocken sind. Die orangefarbenen Flächen bedeuten „trockener Boden“:

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Für ausführliche Informationen – auch zur Benutzung der LANUV-Karten – siehe meine Webseite: Trockener Boden am Wüstebach

 

Die Nationalpark-Arbeitsgruppe ist eine Farce

Die Verwaltung des Nationalparks Eifel behauptet, sie habe vor den 8 ha großen Kahlschlägen am Wüstebach zahlreiche Bürger, Vereine, Naturschutzgruppen und Ämter informiert und diese hätten den Kahlschlägen zugestimmt. Ich habe mir einmal die Sitzung der Nationalpark-Arbeitsgruppe vom 23.4.2013 angeschaut, die „keine Bedenken“ bei den Kahlschlägen hatte. Es gab keinerlei Diskussion, keine unterschiedlichen Standpunkte und sowohl Umweltämter als auch Naturschutzgruppen haben geschwiegen:

mehrere Jahre alter Kahlschlag am Wüstebach