Frühlingsbote Weiße Pestwurz

3. März 2014, Ilsetal im Nationalpark Harz

Laut Wikipedia dauert die Blütezeit der Weißen Pestwurz (Petasites albus) von April (!) bis Mai. Dieses Jahr blüht sie einen Monat früher. Die Pestwurz blühte tatsächlich wie bei Wikipedia beschrieben am feuchten Rand einer Forststraße. Im Nationalpark Harz sind das allerdings eher hervorragend ausgebaute Forstautobahnen. Während meiner Wanderung durch das Ilsetal begegneten mir 2 voll mit Fichtenholz beladene Holztransporter mit Anhänger und ein Sattelschlepper mit einem Harvester.

Update: Zerstörung des Brinkmanns-Wäldchens

Ich habe meine Artikelserie über die Zerstörung des Brinkmannwaldes in Bottrop um mehrere Seiten erweitert – unter anderem zeige ich Fotos der zum Fällen ausgezeichneten Bäume im Osten des Wäldchens, die wegen ihrer Sonderstrukturen ökologisch besonders wertvolle Habitatbäume sind:

Fällen von Biotopbäumen

Auch fasse ich die Ergebnisse eines Gesprächs mit Frau Olejniczak zusammen, die die Untere Landschaftsbehörde leitet:

Das Versagen der Unteren Landschaftsbehörde

 

zum Fällen ausgezeichnete Bäume am Schrülkampweg

Bottrop fällt 250 „ungepflegte“ Altbuchen

Ein monströser Umweltskandal spielt sich seit 14 Tagen in Bottrop ab: In einem winzigen Wäldchen wuchs jahrzehntelang unbemerkt ein schöner alter Buchenwald still und leise vor sich hin. Bis zu 200 (!) Jahre alte Buchen reckten majestätisch ihre Kronen in den Himmel. Zur Freude der Anwohner – darunter viele heutige Rentner, die mit dem Wald alt geworden sind.

Ein Förster wie Markus Herber von Wald-und-Holz-NRW, der den Wald im Auftrag des Besitzers Heinrich Becker verwaltet, erträgt so etwas nicht: Der Wald war „nicht gepflegt“. Seit 14 Tagen „pflegt“ die Firma Baumgartner aus Sprockhövel den Wald:

Förster Herber beginnt mit der „Altersdurchmischung“

Trotz massiver Bürgerproteste vor Ort geht das Fällen weiter. Alle Verantwortlichen in den städtischen Behörden segnen den Waldfrevel ab. Woanders erklärt man 200 Jahre alte Buchenwälder zum UNESCO-Weltnaturerbe, in Bottrop werden sie abgeholzt. Die Argumente, die von den Verantwortlichen bemüht werden, sind hanebüchen. Die Berichterstattung der WAZ treibt einem die Tränen in die Augen:

Ich war heute vor Ort und werde in den nächsten Tagen ausführlicher berichten.

Förster Herber „verjüngt“ den Wald