Zäune für die Wissenschaft

Panoramafoto des Zauns auf dem Kahlschlag am Wüstebach

„Der Zaun dient dem Tereno-Projekt und ist der Wissenschaft geschuldet.“ (Henning Walter, Aachener Zeitung vom 2.6.2014)

Hinweis: Das hochauflösende Panoramafoto ist 5,7 MB groß. Die Auflösung beträgt 5.402  x 1.200 Pixel. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Fenster öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum.

Herr Wipf nimmt übel

„Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.“ (Kurt Tucholsky, 1919)

Mit auf dem Sofa sitzen Förster Volker Adamiak und sein Chef, der Leiter von RVR Ruhr Grün, Jörg Wipf. Letzterer nimmt mir übel, dass ich den Namen von Herrn Adamiak auf meiner Webseite nenne (siehe Fällen von Altbuchen im Köllnischen Wald und Kahlschlag im Pappelwald) und Aprilscherze über ihn mache (siehe Aprilscherz: Förster nicht in Nationalgalerie verhaftet). Lesen Sie hier den Brief von Herrn Wipf in voller Länge und meine Antwort darauf: Herr Wipf nimmt übel.

Panorama_Pappeln

Panoramafoto eines von Förster Adamiak kahlgeschlagenen Pappelwalds (Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Fenster öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum)

Mehr Wildnis wagen

Gestern erschien in der Aachener Zeitung ein hochinteressantes Streitgespräch zwischen Herrn Krischer, Vorsitzendem des Fördervereins Nationalpark, und dessen Leiter Herrn Walter. Den Streit moderierte Marlon Gego.

Kahlschlag am Wüstebach mit neugebautem Zaun zum Schutz der Wissenschaft

Erfreulich ist der Sinneswandel des Fördervereins: Stellte man sich im Januar nach dem Plusminus-Fernsehbericht noch demonstrativ hinter die Nationalparkverwaltung (siehe Persilschein für Kahlschläge), so geht Krischer nun deutlich auf Distanz. Aber lesen Sie selbst! Nationalpark Eifel: „Mehr Wildnis wagen!“

Kahlschlag im Dienste des TERENO-Projekts

Hintergrund für Krischers klare Worte („Fundamentalangriff auf den Sinn des Nationalparks“) sind auch Gerüchte und Befürchtungen in der Region: Gerüchteküche um weitere Kahlschläge, Köllnische Rundschau vom 15. April 2014.

Warum Walter bestreitet, dass es sich um einen Wildschutzzaun handelt, erschließt sich mir nicht. Gezäunt wurde eine Fläche von 1,5 ha. Bei meiner Wanderung durch das Wüstebachtal habe ich 2 weitere neue Wildschutzzäune entdeckt, die sicherlich nichts mit dem TERENO-Projekt zu tun haben.

Zur Fingerhut-Blüte in den Schellenberger Wald

„Es ist eine kleine Sensation!“ Bernd Schmidt-Knop, Leiter von Grün-und-Gruga, und Roland Haering, Leiter des Forstamts, strahlen in die Fotoapparate. Grün-und-Gruga hat zum Pressetermin in den Schellenberger Wald nach Essen-Heisingen eingeladen. „Normalerweise blüht der Rote Fingerhut nur auf den großen Kahlschlägen im Nationalpark Eifel oder Harz. Seit diesem Jahr blüht er auch im Schellenberger Wald!“ Stolz führen Schmidt-Knop und Häring die Journalisten zu einer großen Gruppe der Pflanzen mit den schönen roten Blüten.

 

„Das Erholungsdauerwald-Konzept von Professor Dubbel funktioniert! Mit den naturfernen Buchenmonokulturen ist Schluss! Seit wir hier die Hälfte der 200 Jahre alten Buchen gefällt haben, explodiert die Artenvielfalt!“ freut sich Schmidt-Knop. Und sein Kollege Haering ergänzt: „Viele Arten, die auf der Roten Liste stehen, wachsen jetzt hier: Holunder, Brennnesseln, Springkraut, Adlerfarn, Brombeeren und sogar der vom Aussterben bedrohte Große Sauerampfer!“ (siehe Rückkehr des Fingerhuts, WAZ vom 31. Mai 2014)