„Das Erleben der Holzernte mit schweren Maschinen wie dem Harvester … beeindruckt jeden Beobachter.“ ((Hans-Peter Konopka, Antje Starke (Hg.) Linder Biologie Nordrhein-Westfalen, Biologie-Lehrbuch für die Klassen 8-9 an Gymnasien, Schroedel Verlag Braunschweig 2009, S. 95))
Rückegassen im Wettergrund
Meine letzte Dokumentation über die Bodenzerstörung am Bottroper Schlehenkamp haben mich an Fotos vom Februar 2014 erinnert, die noch auf meiner Festplatte schlummerten. Gegen die Bodenschäden, die ich damals im FFH-Gebiet Wesergebirge nahe Hameln fotografierte, nehmen sich die Schäden in Bottrop beinahe harmlos aus. Einziger Lichtblick damals: ein drolliger Hund, der in den halbmetertiefen Bodengleisen herumtollte.
Die erneuten massiven Schäden im FFH-Gebiet verdeutlichen die Ohnmacht des Naturschutzes: Denn bereits 2013 hatte ich wegen der Verwüstungen am Wendgeberg Presse und Umweltamt eingeschaltet und Anzeige gegen das Forstamt Oldendorf der Niedersächsischen Landesforsten erstattet. Zu diesem ganzen Mist kommt hinzu, dass ich mich im März 2014 auch noch mit dem Vorsitzenden der örtlichen Kreisgruppe des BUND, Ralf Hermes, überworfen habe. Lesen Sie hier meinen Bericht, bei dem der Hund der einzige Lichtblick ist: Rückegassen im Wettergrund.
Bodenzerstörung am Schlehenkamp
Es geht um einen schlimmen Fall von Bodenzerstörung in einem 2,5 ha großen Wäldchen in Bottrop: Die Firma Bertil Karlsson hat im Auftrag von Förster Adamiak von RVR Ruhr Grün einen 21,5 t schweren Harvester vom Typ Ponsse Ergo 8W eingesetzt. 1.150 m größtenteils neu angelegte Rückegassen wurden in Grund und Boden gefahren. Ich dokumentiere die Bodenzerstörungen mit hochauflösenden Fotos und diskutiere bodenschonende Alternativen zum Harvestereinsatz: Bodenzerstörung am Schlehenkamp.