Riesenkahlschlag am Ruckwiesberg

Der vierte und letzte Teil meiner Tetralogie über die Riesenkahlschläge im Erweiterungsteil des Nationalparks Bayerischer Wald ist fertig: Riesenkahlschlag am Ruckwiesberg.

 

Orkan Kyrill hatte gegen § 14 der Nationalparkverordnung verstoßen und große Flächen der so schützenswerten „autochthonen Kaltklimafichtenrasse“ in der Nähe des Großen Falkensteins einfach umgeschmissen. Über 50 ha Windwürfe wurden dann mit Motorsäge und Harvester geräumt. Ich dokumentiere diesen Umweltskandal mit vielen hochauflösenden Fotos. Als Kommentar dazu zeige ich Ihnen Leserbriefe aus der Zeitschrift GEO aus dem Jahr 1999. Geschrieben wurden sie als Antwort auf den Artikel „Im Bayerischen Wald singen die Sägen„. Die Briefe sind erschreckend aktuell.

Ich schließe damit meine Recherchen über die Skandale im Nationalpark Bayerischer Wald nicht ab. Berichte über das Ausmaß des Holzverkaufs, über Meinungsmache, über Pressearbeit, über die Brüder Eberhard und Karl-Friedrich Sinner und über weitere Kahlschläge im Erweiterungsteil sind in Planung.

Hermann Löns zur Entscheidung gegen den Nationalpark Steigerwald

Süddeutsche Zeitung vom 18. Oktober 2014: Seehofer beendet Nationalparkpläne

Herbst im Naturwaldreservat Waldhaus im Steigerwald

Hermann Löns (1911):

„Unsere Arbeit kann nicht in der stillen, langsamen, vornehmen Weise getan werden, wie es bisher der Fall war. Unsere Arbeit kann nicht mit Glacéhandschuhen geleistet werden. Wir brauchen die blanke Faust, wir haben das unverhohlene Wort nötig und die rücksichtslose Tat, wollen wir etwas erreichen. Jedes strafgesetzlich erlaubte Mittel muß uns recht sein, um unsere Natur und damit uns selber vor dem Verderb zu bewahren. Und wenn hier eine Behörde Krämpfe kriegt, der wir ihre Sünden vorhalten, und da eine Industrie Zuckungen bekommt, wenn wir ihr Vorgehen als Vaterlandsmord hinstellen, dann läßt uns das kalt, das tut uns nicht weh, denn unser Ziel ist nicht die Einzelheit, unser Bestreben ist es, der schrecklichen Verwüstung der heimischen Natur und der deutschen Landschaft nachdrücklich vorzubeugen.“  ((zit. n. Ulli Pfau (Hg.), Das Horst Stern Lesebuch, München 1992, S. 118 f.))

Haben Sie die Bürger belogen, Herr Haering?

Ich habe einen offenen Brief an Forstdirektor Roland Haering, den Leiter der Abteilung „Waldungen und Baumpflege“ von Grün-und-Gruga-Essen, geschrieben. Den Brief können Sie im Lokalkompass nachlesen: Haben Sie die Bürger belogen, Herr Haering?

Auf der folgenden Seite finden Sie hochauflösende Fotos vom geräumten Lührmannwald und weiterführende Informationen: Weiterlesen