Reiseimpressionen aus dem Nationalpark Schwarzwald

Anti-Nationalpark-Plakat an einem Bauernhof nahe Kaltenbrunn im Oktober 2015

Nach einem ersten Versuch im April, der an Sturm, Nebel und Schneegestöber gescheitert war, habe ich im Oktober ein zweites Mal den NLP Schwarzwald besucht. Dieses Mal hatte ich mehr Erfolg. Fünf Tage lang bin ich durch den NLP gewandert. Für ausführliche Fotoreportagen fehlt mir momentan leider die Zeit. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag zunächst ganz allgemeine Reiseimpressionen schildern. Weiterlesen

Ernst-Detlef Schulze: Ebracher Wald ist wie ein Weizen- oder Maisacker

Das Interview der UNKRAUT-Moderatorin Janina Nottensteiner mit Ernst-Detlef Schulze beginnt nach 11 Minuten.

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Wenn ich das richtig sehe, sitzen die beiden am Rand des Naturwaldreservats Brunnstube im Steigerwald. Und dann redet „Väterchen Forst“ Sätze, bei denen ich denke, ich muss mich verhört haben. Aber beim nochmaligen Abspielen in der BR-Mediathek wird klar, Schulze hat diesen Unfug tatsächlich gesagt:

„Die Anpassungsfähigkeit des Waldes ist gegeben durch den Artenreichtum der Bäume. Und das sehe ich in diesem Wald hier nicht. Das ist eine ziemliche Monokultur wie ein Weizenacker oder ein Maisacker. Wenn ich hier herumgucke, sehe ich nur Buchen und keinen Ahorn, keine Esche und keine Elsbeere und keine Linde. Also insofern ist die Multifunktionalität des Waldes nicht erfüllt. Wir haben deutliche Änderungen augenblicklich im Klima. Also die Niederschläge und auch die Wintertemperaturen haben sich geändert.“ ((Hervorhebungen von mir))

Erst erklärte der stellvertretende Leiter des Forstamts Ebrach, Daniel Steuer, dass die Buche im Steigerwald so schutzbedürftig sei wie ein Reisfeld in China. ((siehe Streit zwischen Steuer, Panek und Mergner)) Und nun der Vergleich mit einem Weizen- oder Maisacker. Weiterlesen

Bonde betreibt Geschichtsklitterung

Am 2. Oktober 2015 besuchte Alexander Bonde den Steigerwald. Bonde ist Mitglied der Grünen und Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Einrichtung des NLPs Schwarzwald am 1. Januar 2014.

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Glaubt man Bonde, dann war die Einrichtung des NLPs eine beispiellose Erfolgsgeschichte: Ängste von Anwohnern wurden ernst genommen, Skeptiker überzeugt und Mehrheiten gewonnen. Ich behaupte, Bonde betreibt Schönfärberei und Geschichtsklitterung. In Wirklichkeit war alles ganz anders. Weiterlesen

Reise in die Finsternis

Auf die Idee zu dieser Reportage hat mich der nordrhein-westfälische Umweltminister Remmel gebracht. Remmel war Anfang September zu Besuch in Lichtenau, wo er den Streit zwischen Landwirten und Jägern wegen viel zu hoher Rotwildbestände schlichten wollte. Dabei sprach er von Wildschäden, die in die Millionen gehen könnten – und zwar auf den Feldern und im Wald. ((siehe Rothirschzucht im Eggegebirge)) Also beschloss ich, mir den Wald in Lichtenau einmal anzuschauen.

Es war schlimm, ganz schlimm. Wenn Bäume vor Schmerzen schreien könnten, müssten sich die Bewohner von Lichtenau die Ohren zuhalten.

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Hier geht es zu meiner ausführlichen Reportage mit vielen hochauflösenden Fotos: Wildschäden durch Rothirsche in Lichtenau.

KSR Recklinghausen: Mahnung über 200 €

2014 war am Autobahnrastplatz Hohenhorst in Recklinghausen an der A2 ein 200 Jahre alter Buchenbestand nach dem Pfingststurm Ela geräumt worden. Ich hatte seinerzeit diesen Fall ausführlich dokumentiert: Kahlschlag im Hohenhorster Buchenwald. Auffallend war, dass der wertvolle Buchenaltbestand ausgerechnet ein Jahr nach einer intensiven Durchforstung durch den Sturm umgeworfen wurde.

Panorama des geräumten Windwurfs in Hohenhorst

Die zuständigen Kommunalen Servicebetriebe der Stadt Recklinghausen verweigerten praktisch jede Auskunft. Sie antworteten auf meine Fragen erst nach Intervention von Frau Schulte-Zurhausen, die für den Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit NRW arbeitet. Dann stellten die KSR für ihre Auskunft auch noch einen überhöhten Gebührenbescheid über 200 € aus, der dann auf 20 € korrigiert wurde. So dachten Frau Schulte-Zurhausen und ich jedenfalls.

Vor ein paar Wochen bekam ich dann eine Mahnung über 200 €. Was dann geschah, dokumentiere ich hier: Nachspiel – Mahnung über 200 €.