2012 veröffentlichten die Schweizer Wissenschaftler Markus Müller, Thibault Lachat und Rita Bütler ihre Forschungsergebnisse zur Frage: Wie groß sollen Altholzinseln sein? Ihre Ergebnisse spielen eine zentrale Rolle im Artikel des Ebracher Forstbetriebsleiters Ulrich Mergner über „Waldtrittsteine statt Großschutzgebiete“. Mergner gibt die Ergebnisse der Schweizer Forscher nachweislich falsch wieder: Er macht gleich fünf Fehler. Lesen Sie hier den siebten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept: Faktencheck – Altholzinseln.
Der Müller-Deal
2014 gab Jörg Müller, einer der führenden Ökologen in Europa, dem SPIEGEL ein lesenswertes Interview. Warnt er darin vor einem Nationalpark Steigerwald? Liest man den Aufsatz „Waldtrittsteine statt Großschutzgebiete“ von Ulrich Mergner, könnte man diesen Eindruck gewinnen:
„Das kampagnenmäßige Vorantreiben großflächiger Stilllegungsflächen birgt dagegen die Gefahr der Intensivierung der Waldbewirtschaftung, wie sie von Jörg Müller in einem Artikel des Magazins Der Spiegel skizziert wird.“
Mergner leitet den Forstbetrieb Ebrach und wehrt sich dagegen, „seinen Forst verwildern zu lassen“. Er „kämpft um jeden Baum“, wie es im SPIEGEL-Aufmacher so schön heißt. Lesen Sie den sechsten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept: Faktencheck – Jörg Müller.
Trittsteinkonzept politisch besser durchsetzbar?
Das Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrachs scheint eine eierlegende Wollmilchsau zu sein. Betriebsleiter Ulrich Mergner hält kleine Waldtrittsteine nicht nur für ökologisch und ökonomisch sinnvoller als große Nationalparke. Er behauptet auch, dass kleine Flächenstilllegungen politisch besser durchsetzbar seien als große. Im fünften Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept überprüfe ich diese Behauptung: Faktencheck – Kleine Stilllegungsflächen gut vermittelbar.
Faktencheck: 11,5 % Stilllegungsflächen
Im vierten Teil meiner Artikelserie über das Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrach widme ich mich der Frage, wie viel % der Fläche von Betriebsleiter Mergner tatsächlich stillgelegt worden sind. Sind es wirklich 11,5 %, wie Mergner behauptet? Hier geht es zu meinem Artikel: Faktencheck – 11,5 % Stilllegungsflächen.
Peter Wohlleben auf den Nachdenkseiten
Sein Buch „Das geheime Leben der Bäume“ steht nun seit Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste – zur Zeit sogar wieder auf Platz 1. Ohne Wohlleben gäbe es auch diese Webseite nicht: Alles fing an am 21. Juni 2009 mit einer Sendung von Fragen an den Autor. Wohlleben sprach damals eine Stunde lang über sein neues Buch „Naturschutz ohne Natur“. Die Sendung kann man hier nachhören. Wohlleben hat diese seltene Gabe, komplizierte Sachverhalte in einprägsamen Bilder zusammenzufassen.:
„Im Fachjargon nennt sich das freundlich „Waldverjüngung“ oder auch „Waldpflege“. Waldpflege durch das Fällen von Bäumen? Das wäre in etwa so, als würde ein Metzger behaupten, seine Tätigkeit sei als „Tierpflege“ anzusehen.“ ((Unsere grüne Lunge am Limit))
Es gibt einen Grund, warum Wohlleben so frei und offen sprechen kann: Weiterlesen
