Panoramafoto vom Rachel im Spätwinter

Panoramafoto Rachel

Das Panoramafoto gibt es auch in zwei wesentlich höheren Auflösungen:

Das Foto entstand im April 2015 auf dem Auerhahn-Wanderweg, der vom Wanderparkplatz Gfäll zum Großen Rachel im NLP Bayerischer Wald führt. Der Borkenkäfer hat die „ursprüngliche Waldnatur“ und den „fast unberührten Bergwald“ (Bibelriether) ((Hans Bibelriether, Hartmut Strunz, Nationalparkführer Bayerischer Wald, München 1975, S. 33 und 34)) dramatisch verändert. Warum die  Bürgerbewegung zum Schutz des Bayerischen Waldes unrecht hat mit ihrem Vorwurf, hier sei „nichts da, nur Gras und Baumstümpfe“ ((siehe Tote Hose am Rachel)) und warum die Hochlagen am Rachel gerade in ihrem jetzigen Zustand besonders wertvoll und schützenswert sind, das diskutiere ich in einem Artikel, der in den nächsten Tagen erscheint.

Panoramafoto am Lieselbrunnen

Panoramafoto Lieslbrunn

Das Panoramafoto gibt es auch in zwei wesentlich höheren Auflösungen:

Das Foto entstand im April 2015 wenige 100 m vor dem Lieselbrunnen. Der Brunnen liegt in 1.100 m Höhe am Auerhahn-Wanderweg, der vom Parkplatz Gfäll zum Großen Rachel im NLP Bayerischer Wald führt. 1975 schrieb Hans Bibelriether noch:

„Der Rundweg ‚Auerhahn‘ führt vom Gfällparkplatz zunächst durch etwas eintönige jüngere Waldbestände aus Fichten und Buchen, die nach einer großen Sturmkatastrophe 1929 entstanden sind.“ ((Hans Bibelriether, Hartmut Strunz, Nationalparkführer Bayerischer Wald, München 1975, S. 33, Hervorhebungen von mir))

Nur 40 Jahre später ist der Wald hier dank des Borkenkäfers alles andere als „eintönig“: Der „Agent des grünen Empires mit der Lizenz zum Töten“ hat eine abwechslungsreiche Wildnis geschaffen:

„Ja wenn’s nur grad überall so wär‘ auf der schön Welt.“

Lieslbrunn_Holztafel

Meinungsmache durch Förster nach Sturmwürfen

Meinungsmache gibt es nicht nur im Bereich der Wirtschaft oder der Politik. ((zum Thema Meinungsmache siehe die Nachdenkseiten)) Meinungsmache gibt es auch in der Forstwirtschaft. Meine Vermutung ist: Nach dem Abräumen des Windwurfs am Huzenbacher See versuchten Forstbeamte des Kreisforstamts Freudenstadt ganz gezielt, die öffentliche Meinung durch Zeitungsartikel im Schwarzwälder Boten zu beeinflussen.

Ostufer des Huzenbacher Sees im Nationalpark Schwarzwald im Oktober 2015

Dass dies keine Verschwörungstheorie ist, belege ich mit Hilfe zahlreicher Indizien – u. a. mit Hilfe des Handbuchs Sturm – einer Arbeitshilfe für die Sturmschadensbewältigung. Es wurde 2005 von der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg herausgegeben. Darin finden sich detaillierte Empfehlungen für die Öffentlichkeitsarbeit nach Sturmereignissen. Hier geht es zu meinem Artikel: Meinungsmache nach dem Sturmwurf am Huzenbacher See.

Kahlschlag am Huzenbacher See – Teil 3

Der Huzenbacher See gehört seit Gründung des NLP Schwarzwalds am 1. Januar 2014 zur Kernzone des NLP. ((siehe Gebietsgliederung)) Die Räumung des Windwurfs an seinem Ost- und Südufer begann nach dem Sommersturm am 1. Juli 2012 und dauerte bis Mitte 2013. Nur ein halbes Jahr später wurden die kahlgeschlagenen 3 ha zur Kernzone des NLPs erklärt.

Huzenbacher See im April 2014 ((Foto von Christian Bollian))

Zum Zeitpunkt des Abtransports sämtlicher vom Sturm geworfener Fichten war der See zwar noch nicht Teil der Kernzone, aber er war bereits seit 13 Jahren Teil eines Schonwalds. Was in einem Schonwald erlaubt und was verboten ist, das erläutere ich im dritten Teil meines Berichts über den Kahlschlag am Huzenbacher See: Kahlschlag im Schonwald.

Kahlschlag am Huzenbacher See – Teil 2

Der zweite Teil meiner Serie über den Kahlschlag am Huzenbacher See ist fertig. Darin geht es um die Rolle von Jörg Ziegler, damals Leiter der Außenstelle Baiersbronn des Kreisforstamts Freudenstadt und heute Leiter des Fachbereichs 5 „Waldbau und Naturschutz“ im NLP Schwarzwald: Kahlschlag am Huzenbacher See.

„Wir können gespannt sein auf neue Waldbilder und Strukturen, auf das Schauspiel natürlicher und ungezähmter Entwicklung. Auf Wunder der Wildnis.“ ((Lyrik aus dem aktuellen Flyer „Willkommen im Nationalpark Schwarzwald“))