Naturzerstörung durch den Neubau der Jennerbahn

Naturzerstörung ist nicht das Werk anonymer Mächte. Schuld ist auch nicht „der“ Tourismus, „die“ Wirtschaft oder „die“ Politik. Naturzerstörung ist immer die Folge ganz konkreter Entscheidungen von ganz konkreten Personen. Bei der Naturzerstörung durch den den Neubau der Jennerbahn zählen zu den verantwortlichen Personen Hannes Rasp, Bürgermeister von Schönau, Peter Hettegger, Multimillionär aus Österreich, und Ilse Aigner, Bayerns Wirtschaftsministerin. Ich erzähle ausführlich die Vorgeschichte des Neubaus und die sonderbare Finanzierung durch staatliche Subventionen und Millionen-Kredite, für deren Tilgung man bei den spärlichen Gewinnen der Jennerbahn Jahrhunderte braucht. Hier geht es zu meinem Artikel: Naturzerstörung durch den Neubau der Jennerbahn.

Rummelplatz Nationalpark Berchtesgaden

Im Berchtesgadener Land zählte man 2016 3,6 Millionen Übernachtungen. Das macht 10.000 Gäste pro Tag. Und die strömen zu Tausenden in den Nationalpark – und zwar nicht nur zum Königssee. Sie überfluten auch das Klausbach-, Wimbach- und Schapbachtal. Vom Massentourismus war ich angeekelt.

Ich habe drei Protestbriefe geschrieben: an den Leiter des Nationalparks, an die Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH und an die Tourist-Information Ramsau. Außerdem dokumentiere ich den Zirkus am Königssee mit zahlreichen Fotos. Hier geht es zum Artikel: Massenabfertigung am Königssee.

Kahlschlag im Nationalpark Kellerwald

Im NLP Kellerwald-Edersee gibt es viele Baumarten, die dort natürlicherweise nicht vorkommen würden: Fichte, Kiefer, Roteiche, Kastanie – sie alle wurden dort früher künstlich angepflanzt. Wandert man beispielsweise von Frebershausen zur Quernstkapelle, durchquernt man große, geschlossene Fichtenbestände ((siehe Waldinventur (Forstwirtschaftskarte) – Nationalpark Kellerwald-Edersee, Waldabteilung 26 A)) Auch rund um die Quernstkapelle wachsen nur Fichten. ((a. a. O., Waldabteilung 422)) Viele davon sind noch ganz jung und sehr vital. Es wird noch Jahrhunderte dauern, bis dort wieder ein alter Bilderbuch-Buchenwald stehen wird mit alten Methusalembäumen, wie er sich südöstlich der Quernstkapelle erhalten hat. ((a. a. O., Waldabteilungen 23 und 24)) Die NLP-Verwaltung hat sich entschieden, die Fichten stehen zu lassen und nicht einzugreifen. Sie lässt Natur Natur sein. Und das ist auch gut so!

Nur bei einer Baumart kennt die NLP-Verwaltung keine Gnade: der Douglasie. Douglasienbestände werden rigoros kahlgeschlagen. Lesen Sie hier meinen Bericht: Kahlschlag bei Bringhausen.

Winterwanderung zum Rachel

Die Verwaltung des NLP Bayerischer Wald behandelt den Großen Rachel wie ein Stiefkind. Im Sommerführungsprogramm 2016 gibt es nur eine einzige Führung, die hinauf zum Gipfel führt – am 14.7. Sie nennt sich „Auf wilden Pfaden zum Rachel“ und steht unter dem Motto „Nationalpark und Schöpfung“. Vermutlich werden die Teilnehmer viel Besinnliches über Tod und Auferstehung hören von Pastoralreferent Scheuerecker und Religionspädagogin Keilhauer. Da kann ich nicht mithalten.

Mich beschäftigt dagegen die Frage, warum Mark Swanson von der Washington State University meint, dass gerade solche Ökosysteme wie am Großen Rachel besonders schützenswert sind. Ich stelle Ihnen dazu 3 neue Arbeiten von Lukas Lehnert, Simon Thorn und Burkhard Beudert vor und beschäftige mich auch mit der Natural Disturbance Conference, die 2013 im NLP stattfand. Hier geht es zu meinem Bericht: Winterwanderung zum Rachel.