Fällen von Douglasien in der Naturzone des Nationalparks Bayerischer Wald

Der Nationalparkplan für den Nationalpark Bayerischer Wald schreibt klipp und klar vor:

„Die Zone 1 [= Naturzone] beinhaltet sämtliche Flächen des Nationalparks, auf denen grundsätzlich keine menschlichen Maßnahmen vorgesehen sind. Hier sollen sich die Wälder wieder zu Naturwäldern, zur Waldwildnis entwickeln. In der Naturzone hat der Ablauf natürlicher Prozesse Vorrang.“ ((Walderhaltungs- und Waldpflegemaßnahmen, S. 6, Hervorhebungen von mir))

Ausnahmen gelten nur für die Hochlagen beim Ausbleiben natürlicher Walderneuerung und bei Bedenken wegen der Verkehrssicherung. ((ebd.))

Vor genau einem Jahr, am 1.11.2014, wurde die Naturzone um „316 ha Bergmischwald nordöstlich der beiden Ortschaften Buchenau und Spiegelhütte“ ((Jahresbericht 2014, S. 10)) vergrößert. Und genau in dieser Naturzone wurden nun im Oktober 2015 Douglasien gefällt:

Ich habe deswegen Manuel Köppl, den Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im NLP, um eine offizielle Stellungnahme gebeten. Hier geht es zu meinem Brief: Weiterlesen

Reiseimpressionen aus dem Nationalpark Schwarzwald

Anti-Nationalpark-Plakat an einem Bauernhof nahe Kaltenbrunn im Oktober 2015

Nach einem ersten Versuch im April, der an Sturm, Nebel und Schneegestöber gescheitert war, habe ich im Oktober ein zweites Mal den NLP Schwarzwald besucht. Dieses Mal hatte ich mehr Erfolg. Fünf Tage lang bin ich durch den NLP gewandert. Für ausführliche Fotoreportagen fehlt mir momentan leider die Zeit. Deshalb möchte ich in diesem Beitrag zunächst ganz allgemeine Reiseimpressionen schildern. Weiterlesen

Bonde betreibt Geschichtsklitterung

Am 2. Oktober 2015 besuchte Alexander Bonde den Steigerwald. Bonde ist Mitglied der Grünen und Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Einrichtung des NLPs Schwarzwald am 1. Januar 2014.

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Glaubt man Bonde, dann war die Einrichtung des NLPs eine beispiellose Erfolgsgeschichte: Ängste von Anwohnern wurden ernst genommen, Skeptiker überzeugt und Mehrheiten gewonnen. Ich behaupte, Bonde betreibt Schönfärberei und Geschichtsklitterung. In Wirklichkeit war alles ganz anders. Weiterlesen

Umweltminister Aeikens zu den Kahlschlägen im NLP Harz

Großkahlschlag im NLP Harz

Meine Briefe an Umweltminister Wenzel in Niedersachsen und Umweltminister Aeikens in Sachsen-Anhalt wegen der Kahlschläge im NLP Harz waren ebenso wie meine Briefe an die Vorsitzenden und Mitglieder der Umweltausschüsse völlig sinnlos. Das beweist noch einmal die zweite Antwort von Aeikens, die er vom Leiter der Abteilung „Forsten und Naturschutz“, Ministerialdirigent Jörg Martell, hat schreiben lassen: Im Ministerium gibt es die Kahlschläge schlicht nicht und Zahlen dazu hat man schon gleich gar nicht.

Lesen Sie hier den zweiten Brief von Aeikens, gefolgt von einem kurzen Kommentar und einem Schlusswort von Yanis Varoufakis: Antwort von Aeikens auf Rückfragen vom 9.6.2015

Lödermann

Riesenkahlschlag am Ruckwiesberg

Es folgt der dritte Teil meiner Analyse der Landtagssitzung am 10. Juli 1997, bei der der Bayerische Landtag eine neue Nationalpark-Verordnung für den NLP Bayerischer Wald verabschiedete. Diese diente fortan als „Ermächtigungsgrundlage“ (Ministerialrat Sailer aus dem Forstministerium) für die mittlerweile 2.000 ha großen Kahlschläge im Erweiterungsgebiet.

Nach Eberhard Sinner (CSU) und Gudrun Peters (SPD) beschäftige ich mich eingehend mit Frau Theresa Lödermann von den Grünen. Ich vertrete die These, dass Lödermann über Ausmaß und Mittel der zukünftigen Borkenkäferbekämpfung getäuscht worden ist. Hier geht es zu meinem Artikel: Theresa Lödermann.

Noch ein Hinweis: Ich werde in den folgenden Wochen nur wenig, wenn überhaupt etwas posten. Ich ziehe um: Die nächsten Wochen werde ich renovieren und Unkraut jäten. In der Zwischenzeit empfehle ich Ihnen die Nachdenkseiten.