Großkahlschlag am Oderteich

Nach meinem Bericht über den Großkahlschlag am Heinrich-Heine-Weg dokumentiere ich nun einen zweiten Großkahlschlag. Ich bin auf ihn im Oktober 2014 gestoßen: Großkahlschlag am Oderteich.

 

Durch das Abräumen des Windwurfs hat die Nationalparkverwaltung die Büchse der Pandora geöffnet: Vergrasung, Verbiss, Wiederverfichtung. Besonders grotesk: Kaum war die letzte Fichte abtransportiert und die letzte Buche gepflanzt, wurde die geschundene Fläche zur Naturdynamikzone erklärt.

123 € Bußgeld für Schneelochstieg

Für meine Expeditionen ins Schneeloch im Nationalpark Harz wurde ich von der Verwaltung zu 123 € Bußgeld verdonnert. Lesen Sie hier meinen Bericht zu den rechtlichen Hintergründen: 123 € Bußgeld für Schneelochstieg.

Fichtenforst in der Zerfallsphase am Schneelochstieg

Intelligenter hat es die Bürgerbewegung im Nationalpark Bayerischer Wald angestellt: Gleich eine ganze Hundertschaft hatte am 5. September 2010 vorsätzlich das Recht gebrochen, als sie im Beisein von Presse, Funk und Fernsehen 500 Fichten auf einem Kahlschlag anpflanzte. Nationalparkchef Karl-Friedrich Sinner lies den demonstrativen Rechtsbruch ungestraft. Hier geht es zu meinem Bericht über diesen Schildbürgerstreich: Pflanzaktion der Bürgerbewegung.

Massentourismus am Brocken

Am vergangenen Samstag bin ich über das Eckerloch zum Brocken gewandert. Der Massentourismus auf dem Eckerlochstieg und auf der Brockenstraße hat mich erzürnt. Ich verarbeite meinen Zorn in einem Aufsatz. Dabei dokumentiere ich nicht nur meine deprimierenden Erfahrungen, sondern kritisiere auch eine aktuelle Diplomarbeit von J. Ahrend. Er stellt der Nationalparkverwaltung einen Persilschein aus: Umfragen würden belegen, dass trotz jährlich 1,2 Millionen Besuchern am Brocken und sogar 2 Millionen am Torfhaus ein „ungestörtes Naturerlebnis“ garantiert sei. Hier geht es zu meinem Aufsatz: Massentourismus am Brocken.

stockender Verkehr und Stau auf dem Eckerlochstieg

Aus dem Schulbuch #3

„Nationalpark:

  • Großschutzgebiet mit möglichst ungestörtem Ablauf der Naturvorgänge, unterliegt seiner eigenen Dynamik
  • Nutzungseinschränkungen: möglichst keine menschlichen Eingriffe“ ((M. Ebel, A. Erdmann, U. Erdmann, O. Müller, J. Reichel (Hg.), Ökologie – Grüne Reihe, Materialien S II, Schroedel Verlag, Braunschweig 2013, S. 169, Hervorhebungen von mir))

Im Nationalpark Harz werden auf 11.777 von 24.731 ha (48 % der Gesamtfläche) die Naturvorgänge durch menschliche Eingriffe gestört. ((Tätigkeitsbericht 2014, S. 29))

Kahlschlag in der Borkenkäfer-Sicherheitszone nordwestlich der Plessenburg