Boden im Wüstebachtal ist trocken

Auf dem 8 ha großen Kahlschlag am Wüstebach im Nationalpark Eifel sollen laut Nationalparkverwaltung Auenwälder mit Erlen wachsen. Dummerweise beweisen öffentlich zugängliche Karten des LANUV, dass die Böden im Wüstebachtal überwiegend trocken sind. Die orangefarbenen Flächen bedeuten „trockener Boden“:

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Für ausführliche Informationen – auch zur Benutzung der LANUV-Karten – siehe meine Webseite: Trockener Boden am Wüstebach

 

Die Nationalpark-Arbeitsgruppe ist eine Farce

Die Verwaltung des Nationalparks Eifel behauptet, sie habe vor den 8 ha großen Kahlschlägen am Wüstebach zahlreiche Bürger, Vereine, Naturschutzgruppen und Ämter informiert und diese hätten den Kahlschlägen zugestimmt. Ich habe mir einmal die Sitzung der Nationalpark-Arbeitsgruppe vom 23.4.2013 angeschaut, die „keine Bedenken“ bei den Kahlschlägen hatte. Es gab keinerlei Diskussion, keine unterschiedlichen Standpunkte und sowohl Umweltämter als auch Naturschutzgruppen haben geschwiegen:

mehrere Jahre alter Kahlschlag am Wüstebach

 

FSC-Vorsitzender Riestenpatt: „FSC ist kein Öko-Siegel!“

Ich habe zwei neue Seiten geschrieben, die sich mit Reaktionen auf die plusminus-Sendung „Kahlschlag im Naturschutzgebiet“ vom 8. Januar 2014 auseinandersetzen:

Das Umweltministerium fasst die sattsam bekammten Rechtfertigungen für den Kahlschläge im Nationalpark Eifel noch einmal zusammen. Es wird deutlich, dass das Umweltministerium, Wald-und-Holz-NRW und die Nationalparkverwaltung eine geschlossene Phalanx bilden. Da ist nicht ein Beamter, der ausschert und Zweifel anmeldet.

Ein echter Knüller ist die Beschwerde des FSC-Vorsitzenden Riestenpatt beim NDR. Es geht nur um 30 Sekunden Berichterstattung, in denen ganze 5 Sätze gesagt werden. Trotzdem explodiert Riestenpatt förmlich vor Zorn und macht seinem Herzen auf vier eng beschriebenen DIN-A4-Seiten Luft. Dabei macht er Aussagen, bei denen sich viele Umweltschützer verwundert die Augen reiben werden: Der FSC sei kein Öko-Siegel. Harvester sind angeblich unstrittig und modern und schützen die Naturverjüngung. Nicht einmal vor Drohungen macht er halt: „Eine derartig einseitige und von partikularen Interessen getriebene Berichterstattung werden wir uns nicht bieten lassen.“

35 € Verwarngeld wegen Verstoß gegen Wegegebot

Ende Januar wurde ich von der Nationalparkverwaltung Eifel wegen einer Ordnungswidrigkeit schriftlich verwarnt: Ich habe gegen das Wegegebot verstoßen, als ich zur größten Buchenwald-Naturwaldzelle im Nationalpark gewandert bin. Die für das Wegekonzept Verantwortlichen haben das Kunststück fertiggebracht, den 170jährigen Buchenwald komplett zur verbotenen Zone zu erklären. Lesen Sie hier meinen Bericht und den Originaltext der Verwarnung:

35 € Verwarngeld wegen Verstoß gegen Wegegebot

 

 

Peter Stollenwerk kommentiert Kahlschläge im NP Eifel

Unter der Überschrift „Expertenrat“ kommentiert Lokalredateur Peter Stollenwerk von den Eifeler Nachrichten, dem Zentralorgan der Nationalparkverwaltung, die Protestwelle nach dem plusminus-Beitrag über den Kahlschlag im Naturschutzgebiet. Er rät seinen Lesern, nicht um die „Allerwelts-Fichtenwälder“ zu trauern. Die Eifel sei durch die Kahlschläge „luftiger“ und „einladender“ geworden. Ich stelle Ihnen den Kommentar hier vor:

Kommentar von Peter Stollenwerk in den Eifeler Nachrichten