Monatelange Sperrung des Weserbergland-Wegs

Wer zur Zeit die Homepage des Weserbergland-Wegs aufruft, wird überrascht sein: 7 von 13 Etappen sind gesperrt. Vollsperrung. Keine Umleitung. 

Der Snapshot der Homepage zeigt es im Hintergrund: Große Teile des Weserberglands sind von naturfernen Fichtenplantagen bedeckt. Und die hat Orkan Friederike umgeworfen.

Ich habe die Einnahmeausfälle für den Tourismus geschätzt und einen Brief an die Geschäftsführerin des Weserbergland-Tourismus geschrieben. Außerdem zeige ich hässliche Fotos ratzekahl abgeräumter Sturmwürfe. Hier geht es zu meinem Artikel: Monatelange Sperrung von 7 Etappen des Weserbergland-Wegs wegen Sturmschäden.

Antwort von Dr. Böttcher zu Waldvision

Ende März hatte ich zugegeben, dass ich bei der Studie „Waldvision“ des Freiburger Öko-Instituts kläglich gescheitert bin: Ich verstehe die Studie „Waldvision“ nicht!

Auf meinen Hilferuf hat mir Studienleiter Dr. Böttcher geantwortet. Aber immer noch  verstehe ich nur Bahnhof. Deshalb rufe ich erneut laut um Hilfe und wende mich an Böttchers Vertretung Dr. Hennenberg. Lesen Sie hier die Antwort von Dr. Böttcher und meinen zweiten Hilferuf: Antwort von Dr. Böttcher am 6.5.2018.

Über die ökonomische Dummheit von Biologie-Professoren – Teil 2

Prof. Steidle kritisiert: dass „wir alle gerne billige Lebensmittel kaufen wollen“ und fordert „viel mehr Geld“ für Bio-Produkte auszugeben. Offenbar kann er sich als sehr gut verdienender Universitätsprofessor nicht vorstellen, dass die Unter- und auch weite Teile der Mittelschicht nicht „viel mehr Geld“ für Bio-Lebensmittel ausgeben können. Leider steht niemand im Publikum auf und ruft empört: „Herr Professor, ich kann mir keine teuren Bio-Produkte leisten!“

Steidle gerät in gefährliche Nähe zu den Lifestyle-Ökos und LOHAS, die Kathrin Hartmann so trefflich kritisiert.

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By Heinrich Böll Stiftung from Berlin, Deutschland – Kathrin Hartmann, Autorin, CC BY-SA 2.0, Link

Lesen Sie hier den zweiten Teil meines Artikels: Über die ökonomische Dummheit von Biologie-Professoren.

Über die ökonomische Dummheit von Biologie-Professoren – Teil 1

Nicht nur die Aussage von Prof. Steidle, dass das Insektensterben im Wald „wahrscheinlich nicht ganz so groß“ ist, ist hanebüchen, auch seine Behauptungen zu den wirtschaftlichen Ursachen des Insektensterbens sind haarsträubend: Zwar sei die konventionelle Landwirtschaft „sehr wahrscheinlich“ am Insektensterben schuld. Aber die Landwirte dürften nicht „an den Pranger“ gestellt werden:

„Wenn wir alle gerne billige Lebensmittel kaufen wollen, dann muss der Landwirt die billig produzieren. Und […] das geht eben nicht nachhaltig. Ich denke, wir müssen einfach viel mehr Geld für unsere Produkte ausgeben.“

Und weil wir das nicht tun, sind wir es und nicht die armen Landwirte, die schuld sind am Insektensterben.

Das ist eine beliebte Argumentationsfigur der neoliberalen Propaganda: Der Täter wird zum Opfer. Die Landwirte werden von den geizigen Verbrauchern förmlich dazu gezwungen, die Insekten auszurotten. Und wenn es nicht der Verbraucher und seine Schnäppchenjagd ist, dann ist es die EU oder die Globalisierung, die den Landwirt zum Insektenmord nötigen.

Ähnlich originelle Erklärungen lassen sich nicht nur Professoren für Biologie einfallen, sondern auch Professoren für Forstwissenschaft: Die Forstwirte würden ja liebend gerne ökologisch produzieren, aber die Holzindustrie verlangt billiges Bauholz und die Verbraucher wollen billiges Brennholz!

Lesen Sie hier den ersten Teil meines Artikels: Über die ökonomische Dummheit von Biologie-Professoren.

Prof. Steidle: „wahrscheinlich nicht so ein ganz großes Insektensterben im Wald“

Johannes Steidle ist Professor für Zoologie an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Am 20.2.2018 hält er einen Vortrag über das Sterben der Insekten.

Darin fällt der skandalöse Satz:

„30% [der Fläche in Deutschland] ist Wald, wo wahrscheinlich nicht so ein ganz großes Insektensterben herrscht.“

Und da ist niemand im Publikum, der sich meldet. Niemand ruft dazwischen. Kein Raunen geht durch den Saal.
Vielleicht liegt es daran, dass Totholzkäfer und Urwaldreliktarten in Deutschland bereits vor Jahrzehnten ausgerottet wurden. Niemand stört sich daran. Siehe Unvollständige Liste der ausgerotteten Urwaldreliktarten im Steigerwald und Warum niemand die Totholzkäfer im Schäferheld kennt.