Buchenplenterwald Langula im Hainich

Wenn Buchenwälder verwüstet werden – ob in Essen oder Bottrop – , verteidigen sich Förster gerne mit dem Argument, das sei „ordnungsgemäße Forstwirtschaft“. Ein Wald müsse so „gepflegt“ werden. Das sei quasi „alternativlos“. Dass Buchenwälder auch ganz anders bewirtschaftet werden können und nach der „Pflege“ nicht so aussehen müssen wie Panzerübungsplätze oder gerupfte Hühner, beweist der schöne Plenterwald von Langula in Thüringen – direkt neben dem Nationalpark Hainich. Forstrevierleiter Andreas Biehl bewirtschaftet den Buchenwald in vorbildlicher Weise. Was ein Plenterwald eigentlich ist, erfahren Sie in meinen Exkursionsbericht: Plenterwald von Langula.

 

WAZ: 1.256 Unterschriften gegen weitere Abholzungen

Am 18. Mai 2014 berichtet die WAZ über die Unterschriftenaktion der Anwohner des Becker-Waldes: Anwohner gegen weitere Abholzungen in Bottrop.

Der Leiter des Bottroper Umweltamts, Herr Stefan Beckmann, ist neuerdings über das Vorgehen im Becker-Wald „unglücklich“. Ihm seien „die Hände gebunden“. In einem Schreiben vom 10. April 2014 hieß es noch, bei der „forstlichen Maßnahme“ im Becker-Wald handele es sich „um eine normale Durchforstungsmaßnahme, wie sie überall im deutschen Wirtschaftswald durchgeführt wird.“

Beckmann verschweigt, dass im Bottroper Stadtwald von demselben Förster Markus Herber genauso geholzt wurde wie im Brinkmannswald (siehe Zerstörung des Stadtwalds).

Fällen von 70 Altbuchen am Schliehenbankweg im Bottroper Stadtwald

 

Waldentwicklung 2.0 im Nationalpark Eifel

Ich habe den Kahlschlag am Wüstebach im Süden des Nationalparks Eifel besucht und ein Video von 8 Minuten gedreht. Es handelt sich um den Kahlschlag, über den das Fernsehmagazin Plusminus Anfang Januar berichtet hatte. Mit Ausnahme der kleinen Bachaue ist die Fläche pulvertrocken. Auf einem Großteil der Fläche wächst buchstäblich kein Gras mehr. Die wenigen 20-30 cm großen Vogelbeerbäumchen sind total verbissen. Nicht umsonst hat man eine Fläche von 1 ha mit einem 2 m hohen Wildschutzzaun eingezäunt.

 

 

Kahlschläge wie dieser sind der Grund für die Fachtagung „Wald in Entwicklung 2.0“ am 4. Juni 2014 im Nationalpark Eifel.

Fällungsstopp im Lührmannwald?

Die WAZ berichtet am 14. Mai 2014 ausführlich über die Informationsveranstaltung vom 12. Mai (siehe voriger Beitrag). Der Zeitungsbericht trägt die Überschrift: Stadt Essen fällt vorerst keine Bäume mehr auf der Margarethenhöhe.

Panzerübungsplatz Lührmannwald

Im Umweltausschuss der Stadt Essen wurde am 13. Mai 2014 über den Wirtschaftsplan 2015 von Grün-und-Gruga abgestimmt, der das Gegenteil aussagt. In der Anlage zum Wirtschaftsplan 2015 steht auf Seite 3 klipp und klar: Im Stadtbezirk III sind 600 m3 Holz zur Fällung vorgesehen (siehe Anlage zum Wirtschaftsplan 2015). Das Wirtschaftsjahr 2015 beginnt am 1. Oktober 2014. Sogar der Ortstermin mit dem Förster steht schon fest: 25. August 2014 am Parkplatz Külshammerweg/Ecke Lührmannstraße (siehe Waldpflegemaßnahmen gemäß Wirtschaftsplan 2015 im Stadtbezirk III). Der Termin wurde auf Wunsch der Bezirksvertretung von ursprünglich geplanten 15 Uhr auf 17 Uhr verlegt (siehe Protokoll vom 20. März 2014).

Die Tagesordnung der Sitzung des Umweltausschusses und sämtliche Vorlagen zum Download finden Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Essen: Tagesordnung.

Auch der WAZ-Artikel vom 6. Mai 2014 über die Initiative Waldschutz ist lesenswert: Bürger schließen sich zur Initiative Waldschutz zusammen.

Informationsveranstaltung mit Förstern

Am Montag, den 12. Mai 2014, fand auf Einladung von Klaus Persch, dem Bezirksbürgermeister für den Stadtbezirk III Essen-West, eine Informationsveranstaltung statt. Im Mittelpunkt sollten die Waldpflegemaßnahmen im Lührmannwald auf der Essener Margarethenhöhe stehen.

„ordnungsgemäße Forstwirtschaft“ im Lührmannwald

Für Grün- und-Gruga saßen der oberste Chef, Betriebsleiter Herr Schmidt-Knop, und der oberste Förster, Abteilungsleiter Herr Häring, auf dem Podium. Unterstützung bekamen beide vom Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet, Forstamtsleiter Herr Hassel. Ich möchte hier meine ganz persönlichen Eindrücke von der Veranstaltung schildern. Weiterlesen