Schaumburger Nachrichten: „Strafanzeige gegen Forstdirektor“

Fast ein halbes Jahr nach meiner Strafanzeige berichtet nun auch die Schaumburger Zeitung über den Skandal, bei dem in einem FFH-Gebiet in einem Buchenwald ein 0,5 ha großer Kahlschlag veranstaltet wurde:

Strafanzeige

Den gut recherchierten Bericht von Michael Werk können Sie hier in seiner vollständigen Fassung herunterladen: Strafanzeige gegen Forstdirektor.

Und hier der Link zu meiner damaligen Dokumentation mit vielen Fotos vom Kahlschlag: Teufelsbad.

 

Großkahlschlag am Heinrich-Heine-Weg im NP Harz

Es war ein Schock! Der Aufstieg durch das Ilsetal zum Brocken war bis dahin sehr hübsch gewesen. Dann öffnete sich plötzlich der Wald und ich stand vor einem 25 ha großen Kahlschlag. Als hätte ein Meteorit eingeschlagen. Über die Hintergründe des Kahlschlags habe ich eine kritische Dokumentation verfasst: Großkahlschlag am Heinrich-Heine-Weg

Die Geschichte ist voller bizarrer Details: Schüler, die auf dem Kahlschlag herumturnen und Buchen pflanzen – gesponsort von einem Werbepartner. Ein Informationsschild des NP-Forstamts, das an Realsatire grenzt. Ein lustiges Youtube-Video.

Bei der Analyse stütze ich mich u. a. auf den Nationalparkplan und einen Brief von Nationalparkleiter Andreas Pusch.

Waldwanderung mit Peter Wohlleben am 17.5.2014

Am Samstag, den 17.5.2014, findet um 14 Uhr in Hümmel in der Eifel eine Wanderung mit Förster Peter Wohlleben durch sein Revier mit Diskussion über die Waldbewirtschaftung statt: Veranstaltungen mit Peter Wohlleben.

Wenn sie Peter Wohlleben noch nicht kennen – ein aktueller Beitrag der Deutschen Welle stellt ihn vor: Wald im Wandel.

In meinem Auto sind noch 3 Plätze frei. Ich fahre in Bottrop los. Interessenten melden sich bitte unter: adrian.franzjosef@gmail.com

Försterparadies Nationalpark Schwarzwald?

Wenn Sie meinen, der Naturschutz habe heute mit der Eröffnung des Nationalparks Schwarzwald einen großen Sieg errungen, sollten Sie sich diese Seite auf der offiziellen Homepage des Nationalparks durchlesen. Sie heißt ganz offiziell und unverblümt: Holzeinschlag. Ich habe die große Sorge, dass es dort genauso zugehen wird wie in der Eifel und im Harz: Heerscharen von Forstwirten – im Nationalpark Harz sind es über 100 – werden in riesigen Entwicklungs- und Managementzonen den Wald  „umbauen“, die „Strukturvielfalt fördern“ und mit „phytosanitären“ Großkahlschlägen Borkenkäferkalamitäten „sanieren“. Sie werden Fichten fällen: 10.000nde von Festmetern jedes Jahr wie in der Eifel und im Harz. 30 Jahre lang.

Schauen Sie sich bitte auf der Homepage des Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald  die Abbildung zur Zonierung an: Die Kernzone ist winzig im Vergleich zur Entwicklungs- und Managementzone. Schon mit dieser Grafik scheint man vor den Förstern und ihrem „Managementplan“ zu kapitulieren. Wenn mein Alptraum wahr wird, werden die Naturschutzverbände auch dort zu den Holzeinschlägen schweigen, wie sie es in der Eifel oder im Harz tun. Der Freundeskreis Nationalpark Schwarzwald wird sämtliche Kahlschläge und Holzeinschläge abnicken wie es auch der Freundeskreis Nationalpark Eifel gemacht hat. Viele Aktive, die jahrelang für den Nationalpark gekämpft haben, werden längst im Altenpflegeheim sein, da werden im NP Schwarzwald immer noch die Harvester Großkahlschläge in den Entwicklungszonen machen.

Kahlschlag im NP Eifel am Wüstebach, Oktober 2013