Waldentwicklung 2.0 im Nationalpark Eifel

Ich habe den Kahlschlag am Wüstebach im Süden des Nationalparks Eifel besucht und ein Video von 8 Minuten gedreht. Es handelt sich um den Kahlschlag, über den das Fernsehmagazin Plusminus Anfang Januar berichtet hatte. Mit Ausnahme der kleinen Bachaue ist die Fläche pulvertrocken. Auf einem Großteil der Fläche wächst buchstäblich kein Gras mehr. Die wenigen 20-30 cm großen Vogelbeerbäumchen sind total verbissen. Nicht umsonst hat man eine Fläche von 1 ha mit einem 2 m hohen Wildschutzzaun eingezäunt.

 

 

Kahlschläge wie dieser sind der Grund für die Fachtagung „Wald in Entwicklung 2.0“ am 4. Juni 2014 im Nationalpark Eifel.

Fällungsstopp im Lührmannwald?

Die WAZ berichtet am 14. Mai 2014 ausführlich über die Informationsveranstaltung vom 12. Mai (siehe voriger Beitrag). Der Zeitungsbericht trägt die Überschrift: Stadt Essen fällt vorerst keine Bäume mehr auf der Margarethenhöhe.

Panzerübungsplatz Lührmannwald

Im Umweltausschuss der Stadt Essen wurde am 13. Mai 2014 über den Wirtschaftsplan 2015 von Grün-und-Gruga abgestimmt, der das Gegenteil aussagt. In der Anlage zum Wirtschaftsplan 2015 steht auf Seite 3 klipp und klar: Im Stadtbezirk III sind 600 m3 Holz zur Fällung vorgesehen (siehe Anlage zum Wirtschaftsplan 2015). Das Wirtschaftsjahr 2015 beginnt am 1. Oktober 2014. Sogar der Ortstermin mit dem Förster steht schon fest: 25. August 2014 am Parkplatz Külshammerweg/Ecke Lührmannstraße (siehe Waldpflegemaßnahmen gemäß Wirtschaftsplan 2015 im Stadtbezirk III). Der Termin wurde auf Wunsch der Bezirksvertretung von ursprünglich geplanten 15 Uhr auf 17 Uhr verlegt (siehe Protokoll vom 20. März 2014).

Die Tagesordnung der Sitzung des Umweltausschusses und sämtliche Vorlagen zum Download finden Sie im Ratsinformationssystem der Stadt Essen: Tagesordnung.

Auch der WAZ-Artikel vom 6. Mai 2014 über die Initiative Waldschutz ist lesenswert: Bürger schließen sich zur Initiative Waldschutz zusammen.

Informationsveranstaltung mit Förstern

Am Montag, den 12. Mai 2014, fand auf Einladung von Klaus Persch, dem Bezirksbürgermeister für den Stadtbezirk III Essen-West, eine Informationsveranstaltung statt. Im Mittelpunkt sollten die Waldpflegemaßnahmen im Lührmannwald auf der Essener Margarethenhöhe stehen.

„ordnungsgemäße Forstwirtschaft“ im Lührmannwald

Für Grün- und-Gruga saßen der oberste Chef, Betriebsleiter Herr Schmidt-Knop, und der oberste Förster, Abteilungsleiter Herr Häring, auf dem Podium. Unterstützung bekamen beide vom Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet, Forstamtsleiter Herr Hassel. Ich möchte hier meine ganz persönlichen Eindrücke von der Veranstaltung schildern. Weiterlesen

Kritik der „Online-Abstimmung“ im NP Eifel

Das Forstamt des Nationalparks Eifel führt zur Zeit eine Online-Abstimmung zum Waldumbau durch. Die Teilnehmer werden gefragt, wie es auf den Kahlschlägen in den Bachtälern und auf dem Kermeter weitergehen soll. Denn: Fichte und Douglasie kehren auf den Kahlschlägen zurück.

„Waldumbau“ am Wüstebach in Pafferscheid

Ich stelle Ihnen den Fragebogen im Wortlaut vor und kritisiere ihn dann ausführlich. Der Fragebogen ist plumpe Meinungsmache. Er soll dem Forstamt einen Persilschein für weitere Holzfällungen im Park ausstellen: Meinungsmache durch Online-Abstimmung.