Meinungsmache in der WDR-Lokalzeit-Ruhr

Am 23. Juni 2014 berichtete die Lokalzeit-Ruhr über die Waldschäden durch Pfingststurm „Ela“ in Essen (siehe meinen vorigen Beitrag). Eine Hauptrolle in dem Bericht spielen Franz Knipping vom gleichnamigen Forstunternehmen, Henner Ellerbruch von Grün-und-Gruga und Reinhart Hassel, Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet.

Ich habe eine kritische Analyse dieses Fernsehberichts geschrieben und werfe den Redakteuren Kuka und Trottmann Hofberichterstattung und Meinungsmache vor: Meinungsmache in der Lokalzeit-Ruhr.

Reinhart Hassel will Essen mit Douglasien aufforsten

Reinhart Hassel, Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet, in der WDR-Lokalzeit-Ruhr vom 23.6.2014:

„Wir müssen uns überlegen, ob wir … vielleicht auch neue Bäume reinbringen. Das könnte z. B. die Douglasie sein, das kann z. B. die Küstentanne sein, das kann vielleicht auch wieder vermehrt die Roteiche sein, mit der wir allerdings in der Vergangenheit nicht so gute Erfahrungen gemacht haben.“

Pfingststurm Ela im Lührmannwald in Essen

Das folgende Panoramafoto zeigt einen Teil des Lührmannwalds in Essen nach dem Pfingststurm „Ela“. Das hochauflösende Panoramafoto ist 4,3 MB groß. Die Auflösung beträgt 3.375 x 1.200 Pixel. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Fenster öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild, wählen Sie mit F11 die Vollbildansicht und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum.

Panoramafoto des Lührmannwalds

 

Spontan erschrickt man angesichts solcher Fotos: „Das ist ja eine Katastrophe!“ In der Tat wird es eine Katastrophe, wenn ab Herbst hier wie angekündigt die Motorsägen kreischen und das Forstamt von Grün-und-Gruga „aufräumt“. Wenn man aber Natur Natur sein ließe und dem Wald einfach Zeit zur Regeneration gäbe, könnte hier ein Urwald der Zukunft entstehen. Dass das kein Utopie ist, beweist der Urwald vor den Toren der Stadt in Saarbrücken.

Hier geht es zu meiner Dokumentation über den Pfingststurm Ela im Lührmannwald.

Pfingststurm Ela an der Korte Klippe in Essen

Der Anblick ist spektakulär: überall abgebrochene und umgeworfene Bäume. Hektargroße Windwurfflächen. Die Parkplatz am Jagdhaus Schellenberg in Essen-Heisingen sind zu einem Ausflugstipp geworden: Die Leute sind sprachlos und machen Fotos mit ihren Smartphones.

Ich zeige Ihnen die Folgen des Pfingssturms mit zahlreichen hochauflösenden Fotos. Das Konzept des Erholungs-Dauerwalds von Dubbel trägt meiner Ansicht nach eine Mitschuld an den Schäden: Pfingststurm Ela an der Korte Klippe in Essen.

Costa Rica

Costa Rica spielt nicht nur hervorragenden Fußball. Das kleine Land ist auch ein Vorbild beim Naturschutz. Die 26 –  in Worten: sechsundzwanzig –  Nationalparks umfassen eine Fläche von 5.884 km2. Das sind 11,5 % der Fläche des Landes, das nur 51.100 km2 groß ist.

Tapanti Nationalpark in Costa RicaRegenwald im Tapanti-Nationalpark in Costa Rica, Fotograf: Mardochaios

Bayern hat eine Landesfläche von 70.552 km2. Bayern hat 2 – in Worten: zweiNationalparks mit einer Fläche von insgesamt 451 km2. Das entspricht 0,6% der Landesfläche.

Kein Kommentar.