Ich tue mal so, als gäbe es ihn schon. Und so starte eine neue Reihe von Webseiten zum Nationalpark Steigerwald. Eröffnen will ich die Reihe mit einem Exkursionsbericht über das total geschützte Naturwaldreservat Brunnstube, einem der Juwele im Nationalpark. Im Reservat schweigt seit 60 Jahren die Motorsäge.
Pfingststurm „Ela“ an der Korte Klippe
In dem Wald an der Korte Klippe in Essen-Heisingen wurden in den vergangenen Jahren von Grün-und-Gruga zahlreiche Altbäume gefällt (siehe „Waldpflege im Baldeney-Wald). Zwischen den Bäumen entstanden große Lichtungen: Auf dem Foto können Sie im Vordergrund abgeknickte Fingerhutpflanzen mit den typischen roten Blüten sehen – ein klassischer Bewohner von Waldlichtungen. Rechts neben dem Hochstubben in der Bildmitte sehen Sie die roten Früchte des Roten Holunder – ebenfalls eine Pionierpflanze auf freigeschlagenen Flächen im Wald.
Durch die Baumfällungen erhöht sich die Windbelastung im Kronenraum. Die Kronen können sich nicht mehr gegenseitig Deckung geben:
„Die Analyse von Sturmschäden von 1990 in Hessen (Winterhoff et al. 1995) ergab, dass bei den Buchenbeständen 47% der Schadflächen auf Bestände entfiel, die ein bis zwei Jahre vor dem Orkan durchforstet worden waren.“ (Röhrig, Waldbau auf ökologischer Grundlage, 7. Auflage 2006, S. 250)
Pfingststurm „Ela“ am Essener Schleifkottenweg
Am 27. Februar 2014 berichtete ich über neue Abholzungen am Essener Schleifkottenweg. Es wurden so viele Bäume gefällt und die Empörung der Anwohner war so groß, dass sich die neue Bürgerinitiative „Waldschutz Essen“ gründete.
Grün-und-Gruga begründet das Fällen der alten Bäume seit Jahren folgendermaßen: „Der Umbau der Wälder hin zu strukturreichen Laubmischwäldern muss deshalb, auch als Risikovorsorge im Klimawandel, weiter vorangetrieben werden“ (Jahresprogramm 2015 von Grün-und-Gruga, S. 2, Hervorhebungen von mir). Pfingststurm „Ela“ hat den Blödsinn dieser „Risikovorsorge“ aufgedeckt:
Klicken Sie auf den folgenden Link, um sich das 195°-Panorama des Wäldchens am Schleifkottenweg als Vollbild anzuschauen: Panorama Schleifkottenweg. Klicken Sie bitte noch zusätzlich die Taste „F11“, um das Panorama als Vollbild zu sehen. Da das Panorama 13,8 MB groß ist, kann das Laden etwas dauern.
Sommerdurchforstung auf Halde Haniel in Bottrop
Am Rand der Halde Haniel in Bottrop wurde in Anfang Juni 2014 ein winziges Erlenwäldchen von einem der weltgrößten Radharvester heimgesucht. Von einer ganz normalen „Sommerdurchforstung“ spricht der verantwortliche Forstwirtschaftsmeister Markus Husmann von der Grünflächenmanagementfirma Haus Vogelsang GmbH. Ich dokumentiere das Schlachtfeld im folgenden Beitrag: Sommerdurchforstung auf Halde Haniel in Bottrop.