Windwürfe in Uholka

Ich könnte jetzt davon erzählen, dass Windwürfe ganz ganz wichtig sind für den Großen Faulholz-Schwarzkäfer (Uloma culinaris) oder für das Untergetauchte Sternlebermoos (Riccia fluitans) oder den Eisvogel (Alcedo attis) ((siehe Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald. Naturschutzziele und Bewirtschaftungsempfehlungen für reife Buchenwälder Nordostdeutschlands. Hrsg. Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Brandenburg, 2015, S. 136 f.)) Das tue ich nicht.

Windwurf im Buchenurwald Uholka (HD-Qualität, 1.920 x 1.280 Pixel, 3,2 MB) ((Hier geht es zum Download desselben Fotos in Ultra-HD-Qualität (3.840 x 2.560 Pixel, 9,7 MB) ))

Für mich sind Windwürfe in allererster Linie eines: Sie sind schön. Von dem oben fotografierten Windwurf war ich so fasziniert, dass ich ihn gleich dreimal besucht habe. Jedes Mal zog er mich erneut in seinen Bann. Wäre ich ein Maler wie beispielsweise der von mir sehr verehrte Frederic Edwin Church, ich hätte meine Staffelei ausgepackt und die umgeworfenen Buchen gemalt. ((siehe z. B. sein Bild Storm in the Mountains von 1847)) Aber ich bin leider kein Maler – dafür aber bin ich Fotograf. Und deswegen eröffne ich heute eine Serie von Fotos, die Windwürfe im Urwald Uholka in sehr hoher Auflösung und sehr hoher jpg-Qualität zeigen. Hier geht es zum Artikel: Windwürfe im Buchenurwald Uholka.

Veröffentlicht unter Uholka

Hotel „Silberparadies“

Es gibt in der Nähe des Buchen-Urwalds von Uholka keine Hotels, keine Ferienhäuser, keine Pensionen, keine Campingplätze. Und natürlich auch keine Restaurants, Imbisse, Cafés oder Eisdielen. Nichts! Nicht einmal eine Straße führt dorthin – nur eine Schlaglochpiste, die nur ganz ganz langsam und sehr sehr vorsichtig befahren werden kann. Seit kurzem gibt es allerdings eine Ausnahme. Hier geht es zu meinem Artikel über meine Unterkunft am Ende der Welt: Hotel „Silberparadies“.

Veröffentlicht unter Uholka

Buchenurwald Uholka in der Ukraine

Blick vom Tschur (850 m) ((Der Felsen Tschur liegt nur wenige Meter entfernt von der Karstbrücke (Карстовий міст). Diese ist auf Google-Maps eingezeichnet.)) in das Tal Mala Uholka (Мала Уголька); die Wälder im Vordergrund gehören zum Urwald ((die auf dem Felsen rechts wachsende Kronwickenart Securigera elegans steht auf der Roten Liste der Ukraine; siehe Brändli, U.-B.; Dowhanytsch, J. (Red.) 2003: Urwälder im Zentrum Europas. Ein Naturführer durch das Karpaten-Biosphärenreservat in der Ukraine. Birmensdorf, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL; Rachiw, Karpaten-Biosphärenreservat. Bern, Stuttgart, Wien, Haupt, S. 96))

Es ist „der größte zusammenhängende Buchen-Urwald Europas“. ((a. a. O., S. 76)) 8.500 ha umfasst das Reservat „Uholka-Schyrokyj Luh“ und es liegt in der Ukraine. Ich war eine Woche dort und es war einfach sensationell.

Nichts, aber auch wirklich gar nichts, was ich in Deutschland an Buchenwäldern gesehen habe – und ich habe weiß Gott viel gesehen -, kommt auch entfernt an die Schönheit von Uholka heran. Nicht der Kellerwald, nicht Serrahn, nicht Grumsin, nicht der Faule Ort, nicht die Heiligen Hallen, nicht die Insel Vilm, nicht die Brunnstube – alles das verblasst gegenüber Uholka.

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich nur noch über diesen Urwald schreiben.

Veröffentlicht unter Uholka

Kahlschlag im Nationalpark Kellerwald

Im NLP Kellerwald-Edersee gibt es viele Baumarten, die dort natürlicherweise nicht vorkommen würden: Fichte, Kiefer, Roteiche, Kastanie – sie alle wurden dort früher künstlich angepflanzt. Wandert man beispielsweise von Frebershausen zur Quernstkapelle, durchquernt man große, geschlossene Fichtenbestände ((siehe Waldinventur (Forstwirtschaftskarte) – Nationalpark Kellerwald-Edersee, Waldabteilung 26 A)) Auch rund um die Quernstkapelle wachsen nur Fichten. ((a. a. O., Waldabteilung 422)) Viele davon sind noch ganz jung und sehr vital. Es wird noch Jahrhunderte dauern, bis dort wieder ein alter Bilderbuch-Buchenwald stehen wird mit alten Methusalembäumen, wie er sich südöstlich der Quernstkapelle erhalten hat. ((a. a. O., Waldabteilungen 23 und 24)) Die NLP-Verwaltung hat sich entschieden, die Fichten stehen zu lassen und nicht einzugreifen. Sie lässt Natur Natur sein. Und das ist auch gut so!

Nur bei einer Baumart kennt die NLP-Verwaltung keine Gnade: der Douglasie. Douglasienbestände werden rigoros kahlgeschlagen. Lesen Sie hier meinen Bericht: Kahlschlag bei Bringhausen.