Demonstration gegen das Kettensägenmuseum

Am Freitag, den 12. September 2014, hatte der Verein “Nationalpark Nordsteigerwald” zu einer Protestdemonstration gegen die Eröffnung des Steigerwald-Zentrums aufgerufen (siehe Bananen im Steigerwald?, Haßfurter Tageblatt vom 9. September 2014). Ich nahm als ein aus Bottrop „eingeflogener Ideologe“ (Gerhard Eck in der Mainpost vom 25. Juli 2014) an der Demo teil.

Nationalparkbefürworter nennen den Bau schlicht „Kettensägenmuseum“ oder „Vereinsheim der Nationalparkgegner“. Weiterlesen

Podiumsdiskussion zum Nationalpark Steigerwald

Im Rahmen des diesjährigen Seminars „Naturerbe Buchenwälder“ in Ebrach fand am Samstag, den 13. September 2014, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Nationalpark und Kommunalpolitik“ statt. Es diskutierten:

  • Christine Bender (stellvertretende Landrätin Schweinfurt)
  • Bernhard Bischof (Bürgermeister Hörselberg-Hainich)
  • Oskar Ebert (2. stellvertretender Landrat Haßberge, 2. Vorsitzender des Vereins „Unser Steigerwald“, Bürgermeister a.D. Rauhenebrach, Geschäftsführer des Nachhaltigkeitszentrums Handthal)
  • Max Dieter Schneider (Bürgermeister Ebrach)
  • Prof. Dr. Hubert Weiger (Vorsitzender des Bundes Naturschutz Bayern)
  • Heinz Wolf (Bürgermeister a. D. Neuschönau)

Die Moderation hatte Eva Lell vom Bayerischen Rundfunk. Obwohl mit Oskar Ebert einer der erbittersten Gegner des Nationalparks Steigerwald auf dem Podium stand, blieb die Diskussion sehr ruhig und gesittet. Nur einmal wurde es laut im Saal, als sich Manfred Reinhart, einer der Vorsitzenden des Vereins Nationalpark Nordsteigerwald, ein Wortgefecht mit Ebert lieferte.

Es gibt auf Youtube einen siebenteiligen Audiomitschnitt der Diskussion:

Auf der nächsten Seite finden Sie die übrigen sechs Teile: Weiterlesen

Kasperltheater um Nationalparke

Christian Sebald von der Süddeutschen Zeitung hat am 4. Juli auf dem diesjährigen Weihenstephaner Forsttag einen Vortrag gehalten über „Bürger und Waldwildnis“. In den Mittelpunkt seines Vortrags stellte er einen Ausschnitt aus einer Dokumentation des Bayerischen Rundfunks: „Harald Grill und sein Bayerischer Wald“.

In dem Ausschnitt wandern Harald Grill und sein Freund Gerhard Hopp durch den Nationalpark Bayerischer Wald. In der Nähe der Kahlschläge am Falkenstein treffen sie auf eine Familie, die sich über diese Kahlschläge empört. Es kommt zu einem „denkwürdigen Gepräch“ (Christian Sebald, unveröffentlichtes Redemanuskript) mit Hopp, in das sich am Ende auch Grill einschaltet:

 

 

Sebald warb vor den versammelten Forstleuten für „drei Kernbotschaften“ und formulierte sie mit den Worten von Harald Grill so:

  1. „Wir müssen einen Rest von Natur aufbewahren.
  2. Wildnisgebiete wie der Latschenfilz sind Refugien, wie’s es sonst kaum noch irgendwo gibt in Europa, nur in Nationalparken.
  3. Und: Wenn da kein Umdenken einsetzt, dann hat man so etwas wie ein regelmäßig wiederkehrendes Karperltheater, die einen sind für was, die anderen sind gegen was, und das, was auf dem Spiel steht, das geht kaputt, das ist unsere Natur.“ (unveröffentlichtes Redemanuskript)