Demonstration gegen das Kettensägenmuseum

PR-GAUs bei der Eröffnung des Kettensägenmuseums

Es gab bei der Eröffnung des Kettensägenmuseums mindestens drei PR-GAUs:

1. Demonstration der Nationalparkbefürworter

Zur Demonstration gegen das Zentrum kamen ungefähr 50 Personen – und das bei strömendem Regen und am Freitag Vormittag, wo Berufstätige verhindert sind (siehe Der Steigerwald zimmert an seiner Zukunft, Fränkischer Tag vom 12. September 2014). Mit ihren Protestschildern und Plakaten bildeten sie entlang des Wegs vom Besucherparkplatz zum Zentrum ein Spalier, an dem sämtliche Gäste der Eröffnungsfeier entlang mussten. Die lokalen Zeitungen berichteten so ausführlich über die Protestaktion, dass sich Leser über die „manipulierte Berichterstattung“ aufregten (siehe den Kommentar von „spielhof60“ unter dem Artikel des Fränkischen Tags).

 

2. Süddeutsche Zeitung: „Haus der Säge“

Die wichtigste Zeitung in Bayern und eines der Leitmedien der Bundesrepublik, die Süddeutsche Zeitung, übertitelte ihren Bericht zur Eröffnung mit „Haus der Säge“.

 

3. Chaotischer Bericht des Bayerischen Rundfunks

Den durchgeknalltesten Bericht über die Eröffnung des Kettensägenmuseums produzierte der Bayerische Rundfunk für die Frankenschau.

Markus Klingele, der „Mops unter den Reportern“ ((Alle Zitate stammen aus der Sendung.)), moderiert, als habe er Koks genommen. In einem fort spricht er sinnfreie Sätze wie: „Da sieht man eine junge Dame und die Frage ist: Wo ist da das Holz?“ Purer Dada! Auch Museumsleiter Thierfelder redet wirres Zeug. Sonderbare lange Holzstangen hält er für „stilisierte Bäume.“ Sie passten „sehr gut zu der modernen Architektur dieses Zentrums.“ So wie die tote Buche vor dessen Eingang.

Vom vielen Hightech-Schnickschnack ganz durcheinander ist auch der Schweinfurter Landrat Florian Töpper. Vor laufender Kamera gibt er freimütig zu, dass der Steigerwald eine „vergleichsweise strukturschwache Region“ ist und die Forstwirtschaft „sicher an der einen oder anderen Stelle noch ergänzt werden kann, was Naturschutzaspekte anbetrifft“.

Wer jetzt noch bei „Herr Gunsemann, Entschuldigung, Herr Günster“ Nistkästen für Meisen bauen und oder sich von Frau Haissig zu „Bärlauch oder sowas“ führen lassen möchte, ist selber schuld.

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