Greenpeace ist nicht die Lösung

Gestern haben die Mitglieder der SPD für die Große Koalition gestimmt. Alle Warnungen z. B. von Jens Berger und Albrecht Müller (NachDenkSeiten), Heiner Flassbeck (Makroskop) oder Ken Jebsen (KenFM) oder von … und … und … waren völlig nutzlos. An Tagen wie diesen fühlt man sich klein, hilflos und ohnmächtig. Wäre es nicht schön, es gäbe eine große, starke und mächtige Organisation, deren Aktivisten den Herrschenden mutig entgegentreten und Widerstand leisten? Greenpeace ist doch eine solche Organisation, oder? Müsste man an Tagen wie heute nicht gleich ein Greenpeace-Fördermitglied werden und regelmäßig spenden? Wenigstens 10 € monatlich?

Hat Greenpeace nicht Erfolg? Lässt sich mit Greenpeace nicht „was bewegen“? Ich bin nicht dieser Meinung – ganz im Gegenteil! Greenpeace ist Teil des Problems, nicht dessen Lösung. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Greenpeace – der Discounter für ein gutes Gewissen.

Am Ende des Artikels mache ich einen alternativen Vorschlag. Und meine Frau fürchtet jetzt schon, dass ich es ernst meine: „Du willst 1.114 km … Wie heißt das? Obóz dla Puszczy? Du willst … Bist Du waaahnsinnig?“

Greenpeace hilft keinem Schwein

Bei meiner Recherche zu Greenpeace und den Urwäldern Rumäniens ((siehe Gesche Jürgens und das rumänische Ablenkungsmanöver)) stieß ich zufällig auf die folgende Meldung:

Erfolg? Lidl? Mein Interesse war geweckt. Ich habe mehrere Wochen recherchiert und daraus hervorgegangen ist der folgende Artikel über eine grüne Lüge ((siehe Die grüne Lüge)): Greenpeace hilft keinem Schwein.

Neoliberalismus und Umweltpolitik

BUND, NABU, WWF, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace – alle großen Umweltschutzorganisationen setzen auf den mündigen Verbraucher: Er soll sich beim Einkauf für Recyclingpapier und gegen Frischfaserpapier entscheiden. Seit Jahrzehnten informieren die Organisationen über die Vorteile von Recyclingpapier und machen Werbung für das Umweltzeichen des Blauen Engels. Umweltschutz durch kritischen Konsum!

Aber diese politische Strategie ist gescheitert: Die Altpapiereinsatzquoten beim Hygienepapier sinken seit Jahren und beim Grafikpapier stagnieren sie auf niedrigem Niveau.

Trotzdem denken die Organisationen nicht um: Ein staatliches Verbot von Frischfaserpapier kommt für sie nicht in Frage. Der Staat darf und soll nicht in den freien Markt für Papier eingreifen. Die Organisationen sind gefangen im neoliberalen Denken. Ihre Funktionäre sind „verkleidete Neoliberale“ (Bill Mitchell).

Hier geht es zu meinem Artikel: Das Fiasko der Umweltschutzorganisationen beim Altpapier.

Quiz Hygienepapier – Frage 1

Zum Hygienepapier rechnet man Toilettenpapier, Binden, Windeln, Küchenrollen, Taschentücher, Kosmetiktücher u. v. a. m. ((Eine vollständige Auflistung finden Sie zum Beispiel hier: Hygienepapier.))  Jetzt die Quizfrage: Welche Kurve entspricht dem Verbrauch ((Mit Verbrauch ist der sog. rechnerische Verbrauch gemeint. Rechnerischer Verbrauch = Produktion + Import – Export)) Deutschlands seit der Jahrtausendwende? Kurve A oder B?

Kurve A

Kurve B

Die richtige Antwort finden Sie auf der nächsten Seite. Weiterlesen