Bonde betreibt Geschichtsklitterung

Am 2. Oktober 2015 besuchte Alexander Bonde den Steigerwald. Bonde ist Mitglied der Grünen und Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg. In dieser Funktion war er verantwortlich für die Einrichtung des NLPs Schwarzwald am 1. Januar 2014.

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Glaubt man Bonde, dann war die Einrichtung des NLPs eine beispiellose Erfolgsgeschichte: Ängste von Anwohnern wurden ernst genommen, Skeptiker überzeugt und Mehrheiten gewonnen. Ich behaupte, Bonde betreibt Schönfärberei und Geschichtsklitterung. In Wirklichkeit war alles ganz anders. Weiterlesen →

Umweltminister Aeikens zu den Kahlschlägen im NLP Harz

Großkahlschlag im NLP Harz

Meine Briefe an Umweltminister Wenzel in Niedersachsen und Umweltminister Aeikens in Sachsen-Anhalt wegen der Kahlschläge im NLP Harz waren ebenso wie meine Briefe an die Vorsitzenden und Mitglieder der Umweltausschüsse völlig sinnlos. Das beweist noch einmal die zweite Antwort von Aeikens, die er vom Leiter der Abteilung „Forsten und Naturschutz“, Ministerialdirigent Jörg Martell, hat schreiben lassen: Im Ministerium gibt es die Kahlschläge schlicht nicht und Zahlen dazu hat man schon gleich gar nicht.

Lesen Sie hier den zweiten Brief von Aeikens, gefolgt von einem kurzen Kommentar und einem Schlusswort von Yanis Varoufakis: Antwort von Aeikens auf Rückfragen vom 9.6.2015

Lödermann

Riesenkahlschlag am Ruckwiesberg

Es folgt der dritte Teil meiner Analyse der Landtagssitzung am 10. Juli 1997, bei der der Bayerische Landtag eine neue Nationalpark-Verordnung für den NLP Bayerischer Wald verabschiedete. Diese diente fortan als „Ermächtigungsgrundlage“ (Ministerialrat Sailer aus dem Forstministerium) für die mittlerweile 2.000 ha großen Kahlschläge im Erweiterungsgebiet.

Nach Eberhard Sinner (CSU) und Gudrun Peters (SPD) beschäftige ich mich eingehend mit Frau Theresa Lödermann von den Grünen. Ich vertrete die These, dass Lödermann über Ausmaß und Mittel der zukünftigen Borkenkäferbekämpfung getäuscht worden ist. Hier geht es zu meinem Artikel: Theresa Lödermann.

Noch ein Hinweis: Ich werde in den folgenden Wochen nur wenig, wenn überhaupt etwas posten. Ich ziehe um: Die nächsten Wochen werde ich renovieren und Unkraut jäten. In der Zwischenzeit empfehle ich Ihnen die Nachdenkseiten.

Peters

Kahlschaege_SchachtenhausRiesenkahlschläge südlich des Schachtenhauses im Erweiterungsteil des NLP Bayerischer Wald (Quelle: BayernAtlas)

Am 30. November 2010 hat Franz Baierl, oberster Waldmanager im NLP Bayerischer Wald, schlechte Nachrichten für den Kommunalen Nationalparkausschuss: „wegen der massiven Käferbekämpfung mit Mensch und Maschine“ gäbe es „immer wieder Beschwerden von Urlaubern„. ((Das große Fressen – Noch nie zuvor wurde im Nationalpark-Erweiterungsgebiet so viel Käferholz eingeschlagen wie im Jahr 2010, Passauer Neue Presse vom 6. Dezember 2010, Hervorhebungen von mir)) Die Lindberger Bürgermeisterin Gerti Menigat, eine seit Jahren entschiedene NLP-Gegnerin, wäscht ihre Hände in Unschuld:

„Auch bei ihr seien immer wieder Beschwerden eingegangen. ‚Diese Briefe waren nicht schön, darin werden oft die Lokalpolitiker für die Situation und den Zustand des Waldes nach der Bekämpfung verantwortlich gemacht. Man sollte den Leuten schon die Wahrheit sagen und ihnen erklären, dass das Liegenlassen der Windwürfe zu dieser Situation geführt hat und nicht den Lokalpolitikern den Schwarzen Peter zuschieben‘, ärgerte sie sich.“ ((ebd))

NLP-Chef Sinner erklärt sich für unzuständig. Weiterlesen →

Post von Wenzel

Niedersachsens Umweltminister Wenzel hat mir am Ende doch auf meine Fragen zu den Kahlschlägen im NLP Harz geantwortet. Neben vielem anderen macht sein Brief vor allem eines deutlich: Die Umweltminister sowohl Niedersachsens als auch Sachsen-Anhalts haben zu den Kahlschlägen keine eigene Meinung. Sie übernehmen wortwörtlich die Stellungnahme von NLP-Leiter Andreas Pusch.

 

Kahlschlag am Oberen Gebbertsberg auf Google Maps

Hier geht es zum Brief von Wenzel und zu meinem Kommentar: Antwort von Umweltminister Wenzel vom 8. Mai 2015.