Die drohende Zerstörung des Wildniswalds von Porta Westfalica

Ein Damoklesschwert hängt über dem Wildniswald von Porta Westfalica: die Verkehrssicherungspflicht des Landesbetriebs Wald und Holz NRW. Ein Gutachten spricht von 34 Megagefahrenbäumen. Und Megagefahrenbäume müssen gefällt werden. Dabei befindet sich der ganze Wald in der Zerfallsphase. Und wie soll man einen Wald voll schräger, morscher und absterbender Bäume verkehrssicher machen?1siehe meinen Artikel Der Urwald vor den Toren der Stadt Porta Westfalica Das ist unmöglich und alle Beteiligten scheinen das auch zu wissen. Trotzdem fordert der FSC „Maßnahmen“. Und verwickelt sich in heillose Widersprüche – genauso wie Wald und Holz. Und nein – das ist kein Aprilscherz!

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel – u. a. mit einer Stellungnahme von Wald und Holz NRW und einem halbstündigen Interview mit der GFA, zuständig für die Audits des FSC: Der FSC und die Verkehrssicherung am Wolfsschluchtweg.

Der Urwald von Porta Westfalica

Auf der Exkursion durch den Nationalpark Hainich mit dem NLP-Chef Großmann1siehe Tagung „Alte Buchenwälder“ hatte ich einen Moment der Klarheit:

„Das sind also die wertvollsten Bestände des NLPs … So sieht also ein UNESCO-Weltnaturerbe aus … Das ist es also … Das hier … Dafür bin ich 400 km gefahren …“

Ich war nicht begeistert. Denn ich habe einen solchen phantastischen Wald direkt vor meiner Haustür.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel aus der Serie Schöne Wanderungen: Der Urwald vor den Toren der Stadt Porta Westfalica.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1. Januar 2020 zum Thema: Der FSC und die mangelhafte Verkehrssicherheit am Wolfsschluchtweg.

Ein vorbildlicher Förster – Dietrich Mehl

Welcher Förster macht gute, vorbildliche Arbeit? Wenn man mich das vor zwei Jahren gefragt hätte, wären mir folgende Namen eingefallen: Georg Sperber – aber der ist schon pensioniert. Lutz Fähser – auch pensioniert. Martin Levin – auch pensioniert. Georg Meister – ganz lange pensioniert. Knut Sturm! Gott sei Dank! Der ist noch nicht pensioniert! Und natürlich: Peter Wohlleben! Aber der zeigt einem immer nur seinen Ruheforst und da macht er ja nichts. Wer sonst? Mir wäre niemand mehr eingefallen. Schlechte Förster – ja, da hätte ich seitenlange Listen erstellen können! Aber gute Förster?

Dietrich Mehl auf der Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza

Mittlerweile kenne ich mehrere und ich habe auch schon über sie geschrieben: Ottmar Heise, Ulrich Mergner und Roland Wirtz. Heute kommt einer hinzu: Dietrich Mehl. Ich habe ihn in seiner Oberförsterei Reiersdorf besucht und daraus ist der längste Artikel dieses Jahres geworden: Naturnahe Waldwirtschaft in der Oberförsterei Reiersdorf.

Den Artikel können Sie auch als Podcast anhören und herunterladen: Naturnahe_Waldwirtschaft_Dietrich_Mehl.mp3 – 70 MB – 1:12 h

Hinweis:
Am 15. November veröffentliche ich zwei Filme zu Riesenkahlschlägen im NLP Bayerischer Wald.

Video zum Brinkmannswald im Jahr 2019

Was wir in der Waldschutzszene viel zu wenig haben, sind Vergleiche vorher – nachher.

  • Was waren die Ziele eines Einschlags? Welche davon wurden erreicht?
  • Was hat der Förster damals versprochen? Was wurde eingehalten?
  • Wie sah es kurz vor und nach dem Einschlag aus? Wie jetzt?

Ich hatte im Brinkmannswald kurz nach dem Fällen der 250 alten Buchen im Jahr 2014 ein paar Videos gedreht. 2019 habe ich das wiederholt. Den Vergleich können Sie sich jetzt anschauen – zusammen mit Interviews von Anwohnern, die der WDR damals gemacht hat. Und vorweg gibt eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse damals.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1. November zum Thema: Naturnähe im Wirtschaftswald – Dietrich Mehl und die Oberförsterei Reiersdorf in Brandenburg.

Der Brinkmannswald im Jahr 2019

Dieses Foto hat es zu einiger Berühmtheit gebracht:

Es ist das Titelbild des Videos zur Online-Petition „Wälder sind keine Holzfabriken!“ der Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS). Fotografiert habe ich es 2014 im Brinkmannswald in meiner damaligen Heimatstadt Bottrop. Jeden Tag konnte man damals live dabei sein, wie der 160jährige Buchenwald Schritt für Schritt abgeholzt wurde. Das Ereignis habe ich damals ausführlich dokumentiert: Zerstörung des Brinkmannswaldes. 2015 bin ich umgezogen. Jetzt bin ich wieder in Bottrop gewesen. Lesen Sie hier meinen neuen Artikel: Der Brinkmannswald im Jahr 2019.

Auch diesen Artikel können Sie sich wieder als Podcast anhören und herunterladen: Der Brinkmannswald im Jahr 2019.mp3 – 18 MB – 19:58 min.