Heimatpfleger Herbert Wiese – Aktivist für die Öffnung des Wolfsschluchtwegs

Im Zentrum der Proteste gegen die Sperrung des Wolfsschluchtwegs steht kein Politiker, sondern ein sog. Stadtheimatpfleger: Herbert Wiese. Er würde die uralten Buchen im Wildnisgebiet, wegen derer der Weg gesperrt ist, auch „umsägen“: Hauptsache: „Gefahr beseitigt und der Weg wieder begehbar“!1Der gesperrte Wolfsschluchtweg in Porta Westfalica: Ein Fall für das Verwaltungsgericht, MT vom 16.5.2020

In einem Artikel des Mindener Tageblatts vom 28.4.2020 wird deutlich, wie sonderbar Wiese argumentiert. Lesen Sie hier mein neues Kapitel: 28.4.2020 – der sechste Artikel des MT zur Sperrung.

Wildnisgebiete verfassungswidrig!

Ein Hauptgegner der Sperrung des Wolfsschluchtwegs ist der Witthüs-Verein. Der Verein hat die Anwaltskanzlei Dombert mit einem Gutachten beauftragt und das kommt zu folgendem, geradezu sensationellen Schluss:


Praktisch alles, was das NRW-Umweltministerium in Porta Westfalica gemacht hat, ist laut Gutachten entweder illegal oder verfassungswidrig: „nach einhelliger Auffassung“! Vermutlich glauben die Gegner, dass im Umweltministerium nun Heulen und Zähneklappern herrscht und im Wildnisgebiet schon bald die Motorsägen kreischen! Über die scheinbare juristische Sensation berichtet das Mindener Tageblatt am 16.5.2020. Außerdem fordert Stadtheimatpfleger Wiese die Fällung aller Megagefahrenbäume. Lesen Sie hier mein neues Kapitel: 16.5.2020 – der siebte Artikel des MT zur Sperrung.

Umweltministerium zum Wolfsschluchtweg

Am 16.4.2020 macht das Mindener Tageblatt etwas, was es sonst nur sehr selten macht: Es macht guten Journalismus.1siehe dazu Uwe Krüger, Mainstream: Warum wir den Medien nicht mehr trauen Ohne Schaum vor dem Mund lässt es das Umweltministerium ausführlich zu Worte kommen. Die Institution, die für die Sperrung des Wolfsschluchtwegs verantwortlich ist, darf sich selbst dazu äußern. Und das Mindener Tageblatt macht sogar noch etwas: Es fragt beim Regionalforstamt nach, was ein Megagefahrenbaum ist.

Dieser Artikel wird eine Ausnahme bleiben. Einen Monat später wird man wieder Stimmung gegen die Sperrung machen. Lesen Sie hier mein neues Kapitel: 16.4.2020 – der fünfte Artikel des MT zur Sperrung.

Zeitungsleser verzweifelt gesucht

Gestern war ich an der Wittekindsburg und sprach mit einem Ehepaar. „Wolfsschluchtweg? Nein, den kennen wir nicht! Wo ist der denn? Was ist der? Gesperrt? Aha! Warum denn? Ach so!“ Die Sperrung des Wolfsschluchtwegs ist für Touristen überhaupt kein Thema. Dass es für die Einheimischen ein Thema sei, wie die Gegner der Sperrung behaupten, ist zweifelhaft. Eine Onlinepetition für die Öffnung hat es in einem Monat auf 213 Unterstützer gebracht. Porta Westfalica hat 37.000 Einwohner.

Nicht zweifelhaft dagegen ist, dass die Sperrung des Wolfsschluchtwegs ein Thema für das Mindener Tageblatt ist. Verzweifelt sucht man nach sensationellen Neuigkeiten. So auch am 15.4., als die Schlagzeile lautete: Streit um den Wolfsschluchtweg – Landespolitiker schalten sich ein. Soviel sei verraten: es waren zwei Landespolitikerinnen und sie „schalteten sich ein“, indem sie Briefe an das Umweltministerium schrieben. Lesen Sie hier meine Analyse: 15.4.2020 – der vierte Artikel des MT zur Sperrung.

Verschwörungstheorien zum gesperrten Wolfsschluchtweg

Politiker aus Porta Westfalica sind sich noch nicht ganz einig, wer genau sich gegen den Wolfsschluchtweg verschworen hat: Waren es „einzelne Personen“, wie es ein ehemaliger CDU-Bürgermeister vermutet, oder waren es „die Landesforsten“, denen der Weg „schon immer ein Dorn im Auge“ war. Das zumindest behauptet der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion.

Lesen Sie hier das nächste Kapitel meines Artikels zur Sperrung des Wolfsschluchtwegs: 6.4.2020 – der dritte Artikel des MT zur Sperrung