Ahnert zum Kahlschlag im NP Eifel: „Es gab keine Alternativen!“

Forstdirektor Gerd Ahnert (Fachgebietsleiter Waldentwicklung) im Bericht der Lokalzeit Aachen:

„Ein Kahlschlag ist im ersten Moment ästhetisch unschön. Und er hat auch andere Nachteile. Das ist richtig. Aber ich denke, in diesem Fall gab es keine großen Alternativen. Es war die Lücke da durch den Windwurf. Das sieht man da, wo jetzt die Birken schon höher sind. Und das, was hier am Rand noch stand, konnte man auf Dauer sowieso nicht erhalten. … Aber 5 Jahre sind für den Wald ein Fliegenschiss. Ist doch so! Nach 3 Jahre sieht man schon: Hier kommt ein neuer Wald.“

18 ha-Kahlschlag für den Scheckenfalter

Alexa Höber ist die Journalisten, die den Plusminus-Fernsehbericht über die Kahlschläge im Nationalpark Eifel verfasst hat. Sie hat einen neuen Skandal aufgedeckt: Kahlschlag für Falter. Ich empfehle Ihnen auch die Webseite des LIFE-Aurinia-Projekts: Realsatire.

OLYMPUS DIGITAL CAMERASkabiosen-Scheckenfalter (Fotograf: Júlio Reis)

In der Eifel ist es nicht der Scheckenfalter, sondern die Gelbe Narzisse im Perlenbach- und Fuhrtsbachtal, wo 92 ha (= 120 Fußballfelder) Fichtenwälder kahlgeschlagen wurden und 2,3 Millionen Steuersubventionen flossen. Oder es sind die Borstgraswiesen bei Kall, für die 80 ha Wälder weichen mussten und die mit 2,6 Millionen Steuergelder subventioniert wurden. Oder es sind die Auwälder im Nationalpark, wo 62 ha „entfichtet“ wurden und 4,2 Millionen Steuergelder ausgeschüttet wurden. Als Projektträger fungieren immer Biologische Stationen, z. B. die in Aachen oder Euskirchen: Kahlschläge als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Biologen.

Zäune für die Wissenschaft

Panoramafoto des Zauns auf dem Kahlschlag am Wüstebach

„Der Zaun dient dem Tereno-Projekt und ist der Wissenschaft geschuldet.“ (Henning Walter, Aachener Zeitung vom 2.6.2014)

Hinweis: Das hochauflösende Panoramafoto ist 5,7 MB groß. Die Auflösung beträgt 5.402  x 1.200 Pixel. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Fenster öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum.

Herr Wipf nimmt übel

„Wenn einer bei uns einen guten politischen Witz macht, dann sitzt halb Deutschland auf dem Sofa und nimmt übel.“ (Kurt Tucholsky, 1919)

Mit auf dem Sofa sitzen Förster Volker Adamiak und sein Chef, der Leiter von RVR Ruhr Grün, Jörg Wipf. Letzterer nimmt mir übel, dass ich den Namen von Herrn Adamiak auf meiner Webseite nenne (siehe Fällen von Altbuchen im Köllnischen Wald und Kahlschlag im Pappelwald) und Aprilscherze über ihn mache (siehe Aprilscherz: Förster nicht in Nationalgalerie verhaftet). Lesen Sie hier den Brief von Herrn Wipf in voller Länge und meine Antwort darauf: Herr Wipf nimmt übel.

Panorama_Pappeln

Panoramafoto eines von Förster Adamiak kahlgeschlagenen Pappelwalds (Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Foto und wählen dann “Link in neuem Fenster öffnen”. Dann öffnet sich das Panorama. Klicken Sie mit der Lupe auf das Bild und scrollen Sie mit den vertikalen und horizontalen Bildlaufleisten in dem Panorama herum)