… wird fortgesetzt.
Ich habe einen offenen Brief an Forstdirektor Roland Haering, den Leiter der Abteilung „Waldungen und Baumpflege“ von Grün-und-Gruga-Essen, geschrieben. Den Brief können Sie im Lokalkompass nachlesen: Haben Sie die Bürger belogen, Herr Haering?
Auf der folgenden Seite finden Sie hochauflösende Fotos vom geräumten Lührmannwald und weiterführende Informationen: Weiterlesen
Es sind nicht nur die Riesenkahlschläge, die mich im Erweiterungsteil des Nationalparks Bayerischer Wald angeekelt haben. Überall stolpert man über kleine kahlgeschlagene Flächen, wo Borkenkäfernester geräumt wurden. Der folgende Kahlschlag liegt in der Nähe des Tals „In der Gruft“ östlich des Lindberger Schachten:
Manchmal denke ich, man müsste Ministerpräsident sein, um den Wald zu schützen. Wenn man nur an den Schalthebeln der Macht säße, könnte man die Kahlschläge in den Nationalparks stoppen. Einmal mit der Faust auf den Tisch hauen und Basta brüllen! So einfach ist es nicht, wie eine ganz außergewöhnliche Rede des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Stoiber zeigt, die er am 22. Oktober 1997 in St. Oswald gehalten hat. Weiterlesen
1997 drehte Horst Stern nach 18jähriger Fernsehabstinenz die 30minütige Reportage „Bemerkungen über einen sterbenden Wald“. Im Zentrum steht das Sterben der Bergfichtenwälder im Nationalpark Bayerischer Wald. Mit ätzender Schärfe kritisiert Stern die Borkenkäferbekämpfung der bayerischen Staatsforsten.
Ich habe den Film bei YouTube entdeckt und den sprachgewaltigen Text der Reportage transkribiert: Horst Stern – Bemerkungen über einen sterbenden Wald
Bei meinen Recherchen zum Nationalpark Bayerischer Wald bin ich auf alte Zeitschriftenartikel gestoßen, in denen schon früh massive Fehlentwicklungen kritisiert worden. Im Dezemberheft 1998 griff die Zeitschrift GEO den neuen Nationalparkchef Sinner massiv an: „Im Bayerischen Wald singen die Sägen“
Das Foto zeigt die geräumte Borkenkäferbefallsfläche am Falkenstein. Links außen im Vordergrund wachsen Binsen, ein Störungsanzeiger für verdichtete Böden. Rechts neben dem Baumstumpf wurde eine der wenigen Vogelbeeren vom Wild verbissen.