12 Strategien der PR-Arbeit im Nationalpark
Auch am Heiligen Abend bleibe ich unversöhnlich und veröffentliche einen langen Aufsatz über die Meinungsmache im Nationalpark Bayerischer Wald: 12 Strategien der PR-Arbeit im Nationalpark. Mich treibt die Frage um, wie das Ministerium und die Verwaltung den Kahlschlägen im Park ein grünes Mäntelchen umhängen. Dabei analysiere ich auch die Antwort des Umweltministers Huber auf einen offenen Protestbrief mehrerer prominenter Umweltschützer im Jahr 2012.
Naturschutzgebiet Kahle Hardt am Edersee
Ich wünsche allen meinen Lesern Frohe Weihnachten! Ausgenommen von meinen Weihnachtswünschen sind die Leser in den Verwaltungen der Nationalparke Eifel, Harz, Jasmund und Bayerischer Wald.
Das sonderbare Interview mit Forstminister Josef Miller
In der Nummer 4 der offiziellen Nationalparkzeitschrift „Unser Wilder Wald“ vom Dezember 1998 erscheint ein zwei DIN-A4-Seiten langes Interview mit dem neuen Forstminister Josef Miller. Hans Bibelriether behauptet, sowohl die Fragen als auch die Antworten des Interviews seien von der Nationalparkverwaltung geschrieben worden. Und in der Tat gibt es gute Gründe für seine Behauptung: Das sonderbare Interview mit Forstminister Josef Miller
Karl Friedrich Sinner – die verfolgende Unschuld
Ich habe meinen gestrigen Artikel über die Verdopplung der Borkenkäferschutzzone um ein Kapitel ergänzt: Karl Friedrich Sinner – die verfolgende Unschuld. Es geht darum, dass Sinner kurz nach Erscheinen des GEO-Artikels „Im Bayerischen Wald singen die Sägen“ im Dezember 1998 die Legende erfindet, Bibelriether habe der Verdopplung der Borkenkäferschutzzone zugestimmt und sei für die Verwüstungen in der Schutzzone im Jahr 1997 verantwortlich. Das geht soweit, dass Chefredakteur Hannes Burger in der offiziellen Nationalpark-Zeitung „Unser Wilder Wald“ folgendes behaupten darf:
„Damals gab es aber bereits den Verdacht, daß ((alte Rechtschreibung im Original)) dieses Holzrücken absichtlich so brutal ausgeführt wurde, um dem aus Irland eingereisten Horst Stern die Möglichkeit zu geben, die im Randbereich des Nationalparks nicht erwünschte Bekämpfung des Borkenkäfers anzuprangern.“ ((Unser Wilder Wald Nr. 4, S. 4))
Auf Deutsch: Bibelriether will den Borkenkäfer in der Schutzzone nicht bekämpfen. Er ordnet an, das Holzrücken brutal auszuführen. Er fliegt Horst Stern aus Irland ein. Horst Stern filmt das brutale Holzrücken und prangert dann die Bekämpfung des Borkenkäfers in der Schutzzone an.
Wie es wirklich war, können Sie hier nachlesen: Chronologie der Ereignisse August 1997 – Dezember 1998.
Die Verdopplung der Borkenkäferschutzzone im Nationalpark Bayerischer Wald 1997
Im August 1997 wurde die Borkenkäferschutzzone um den Nationalpark Bayerischer Wald verdoppelt. Ihre Breite betrug fortan nicht mehr 500, sondern durchschnittlich 1.000 m. Hauptverantwortlich dafür war Ministerialrat Wolfgang Sailer, der zuständige Referent für den Nationalpark im Forstministerium. Die Ausweitung der Schutzzone geschah gegen den erklärten Willen des damaligen Nationalparkleiters Hans Bibelriether. Er hat eine ausführliche Chronologie der damaligen Ereignisse geschrieben, die ich veröffentliche. Außerdem präsentiere ich Originaldokumente, die mir Bibelriether zur Verfügung gestellt hat. Dazu zählt die Pressemitteilung vom 11. August 1997 und die Dienstanweisung des Ministeriums vom 14. August 1997. Lesen Sie hier meinen Bericht über einen bayerischen Politkrimi: Die Verdopplung der Borkenkäferschutzzone 1997.
Kerngebiet Klosterfilz im Sommer 1998: Hackmaschine mitten im Moor