Huzenbacher See im Nationalpark Schwarzwald
Dies sind Bilder vom Huzenbacher See im Nationalpark Schwarzwald. Ein ausführlicher Bericht, wie es zu dem Kahlschlag kam und wer dafür verantwortlich ist, folgt im Lauf der nächsten Woche.
Nationalpark Schwarzwald: „Mut zur Wildnis“ Nationalpark Schwarzwald: „Eine Spur wilder“ ((Beide Werbesprüche aus dem aktuellen Flyer „Willkommen im Nationalpark Schwarzwald“))Radio Bamberg dreht ein Werbefilmchen
Bei meinen Recherchen zum Geschützten Landschaftsbestandteil im Steigerwald ist mir aufgefallen, dass ein Großteil der Lokalberichterstattung Public Relation für den Ebracher Forstbetrieb ist: Man lässt Mergner reden und reden und reden. Ein journalistischer Tiefpunkt ist der Film von Radio Bamberg zum Ebracher Naturschutzkonzept, den die Bayerischen Staatsforsten auch nicht besser hätten machen können.
Hier geht es zu meinem Verriss: Radio Bambergs Werbefilm für den Forstbetrieb Ebrach.
Prof. Fabricius und die Durchforstung im NSG Glindower Alpen
Waldbauprofessor Fabricius auf dem 1. Deutschen Naturschutztag 1925:
„Aber warum läßt man nicht wenigstens die Bestände älter werden? Nichts vermittelt doch das erhabene Gefühl von lebenschaffender Natur so wie ein Jahrhunderte alter Wald. Nichts verkörpert die Schöpferkraft des ewigen Bodens und Lichtes so wie die Baumriesen, die wir vereinzelt nur noch als Naturdenkmäler in unseren Wäldern antreffen. Doch der Forstwirt muß rechnen: Ein Baum ist ein Kapital; solange er stehen bleiben soll, muß er dieses Kapital durch seinen Wertzuwachs angemessen verzinsen. Dazu ist er aber nur imstande, solange sein Wert gering und sein Zuwachs groß ist. Im Laufe der Zeit aber wird jener immer größer, dieser kleiner, also muß ein Zeitpunkt eintreten, wo die Verzinsung ungenügend wird; und dann spricht der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit das Urteil, der Forstmann ist nur der Vollstrecker dieses Urteils und hat im übrigen nur zu sorgen, daß der Boden dabei nicht zu Schaden kommt. Verschonen kann ihn nur, wer die Zinsen aus seiner Tasche draufzahlen kann, der Staat in Deutschland jedenfalls nicht.“ ((Beiträge zur Denkmalpflege Band X (1926), Heft 6, S. 480 – 491, S. 484))
Im Fall der Glindower Alpen müsste zwar nicht der Staat, sondern Johannes Baron von der Osten-Sacken draufzahlen. ((Petzower empört über Rodungen, Märkische Allgemeine vom 9. Februar 2016)) Aber auch ein Baron hat heutzutage nichts zu verschenken.
Zur Aktualität von Waldbauprofessor Ludwig Fabricius
140jähriger Buchenbestand, der zu Gunsten des Jungwuchses horstweise gelichtet wird.
Die Abbildung oben mitsamt ihrem Untertitel ist 90 Jahre alt. Sie stammt aus dem Vortrag, den Waldbauprofessor Ludwig Fabricius auf dem 1. Deutschen Naturschutztag 1925 in München hielt. Ich habe die Rede mitsamt den dazugehörigen Bildern eingescannt. Hier geht es zum Download: Ludwig Fabricius, Forstwirtschaft und Naturschutz, München 1925 und Abbildungen zur Rede.
Fabricius war Professor für Waldbau an der Münchener Universität und sein Thema war das Verhältnis von Forstwirtschaft und Naturschutz. Er verteidigt in seiner Rede die Forstwirtschaft gegenüber der Kritik der Naturschützer. Seine zentralen Argumente sind dabei von erschreckender Aktualität. Weiterlesen

