Ausgestorben

Es gibt Artikel, um die ich mich drücke. So war es mit dem Artikel über Totholzkäfer im ukrainischen Buchenurwald von Uholka-Schyrokyj Luh. Monatelang habe ich mich gedrückt und den Artikel immer wieder auf die lange Bank geschoben. Das liegt zum einen daran, dass die Recherche unendlich mühselig ist: Es gibt keine Bücher über diese Totholzkäfer und ihre Lebensweise, es gibt keine Webseiten, es gibt keine Wikipedia-Artikel und die wenigen wissenschaftlichen Aufsätze sind auf Chinesisch geschrieben (siehe hier). Es gibt nicht einmal deutsche Namen für sie. Und nein, ich rede nicht über Totholzkäfer wie den Eremiten oder den Eichenbock. Das sind vergleichsweise Superstars des deutschen Naturschutzes. Ich rede über Käfer, die niemand kennt, Käfer wie Dacne notata:


Dacne notata, in Deutschland ausgestorben

Es gibt einen zweiten Grund, warum ich mich so lange gedrückt habe. Und das ist auch der Grund, warum diese Käfer so unbekannt sind. Die Käfer, die es in Uholka in der Ukraine noch gibt, sind in Deutschland fast alle ausgestorben oder kurz davor. Ich habe mich mit Toten beschäftigt. Lesen Sie hier meinen Artikel: Totholzkäfer in Uholka-Schyrokyj Luh.

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Windwurf im Buchenurwald Uholka

Zunächst möchte ich noch einmal hinweisen auf die Biologie-Abituraufgabe. Bislang haben sich vier Leser beteiligt. Der „wichtige und richtige“ (Angela Merkel) Wettbewerb läuft noch bis zum 8. September. Auch Kommentare zur Frage Warum gibt es keinen öffentlichkeitswirksamen Protest gegen die Forstwirtschaft? sind weiterhin möglich und nötig.

Ich habe meinem Artikel über die Wanderung Welyka Uholka im Buchenurwald zwei weitere Seiten hinzugefügt. In der Nähe der Milchsteinhöhle lag der mit 2.000 m2 größte Windwurf, auf den ich bei meinen Wanderungen durch den Buchenurwald gestoßen bin. Der Artikel ist bebildert mit sehr hoch auflösenden Panoramafotos und mehreren Detailansichten.

Weil ich im Dschungel des Windwurfs auf die Tollkirsche stieß, die in der Ukraine auf der Roten Liste steht, folgt eine Seite über die 35 Rote-Liste-Pflanzen, die in Uholka-Schyrokyj-Luh zu finden sind. Hier geht es zu den beiden Seiten: Windwurf in der Nähe der Milchsteinhöhle – Panoramafoto 4 und  Rote-Liste-Pflanzen in Uholka-Schyrokyj-Luh.

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Neue Kapitel und Fotos zur Wanderung im Buchenurwald

„Der eigenartige Eindruck der gewaltigen Wälder der Karpaten der Waldkarpaten in ihrer Natürlichkeit und Ruhe, nur belebt durch das Rauschen der Bergbäche und des Windes und hie und da unterbrochen durch das ferne Krachen eines zu Boden stürzenden alten Urwaldriesen, bleibt unvergesslich.“
Conrad Roth1

Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie der Schweizer Forstingenieur Conrad Roth im Jahr 1930.2 Meinem Bericht über die Wanderung Welyka Uholka habe ich vier neue Kapitel mit 22 Fotos hinzugefügt. Ein Thema ist der Strukturreichtum des Buchenurwalds und die Strukturarmut der deutschen Buchenwälder. Hier geht es zu den neuen Kapiteln: Wanderung Welyka Uholka – Der Fluss Kamjanyj.

  1. Conrad Roth, Beobachtungen und Aufnahmen in Buchen-Urwäldern der Wald-Karpathen; Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen Band 83, Nummer 1, S. 1-13; zit. n. Brändli, U. -B.; Dowhanytsch J. (Red.) 2003:Urwälder im Zentrum Europas“ Ein Naturführer durch das Karpaten-Biosphärenreservat in der Ukraine. Birmensdorf, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL; Rachiw, Karpaten-Biosphärenreservat. Bern, Stuttgart, Wien, S. 3 []
  2. zu Roth siehe a. a. O., S. 60 []
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Neue Fotos des Buchenurwalds von Uholka

Nachdem ich aufgrund des Unfalls monatelang nichts in unserem Garten machen konnte, kämpfe ich zur Zeit täglich stundenlang gegen das Unkraut und trage Quecke, Hahnenfuß, Gänsediestel und Giersch eimerweise auf den Sondermüll. Für die Webseite bleibt wenig Zeit. Aber die letzten Tage hat es viel geregnet und so habe ich zwei neue Panoramafotos und einige Einzelfotos vom Buchenurwald Uholka in der Ukraine hochgeladen. Außerdem ergänze ich die Fotos mit aktuellen Zahlen aus der Inventur dieses größten Buchenurwalds Europas, die gemeinsam von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft in Birmensdorf, der Ukrainischen Nationalen Universität für Forstwirtschaft in Lemberg und dem Biosphärenreservats Karpaten in Rakhiv durchgeführt wurde.

Hier geht es zum Update meines Artikels: Wanderung Welyka Uholka.

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Wanderung Welyka Uholka

Im Buchenurwald von Uholka habe ich mehrfach die Wanderung von Welyka Uholka gemacht. Heute veröffentliche ich ein erstes Panoramafoto in drei verschieden hohen Auflösungen. In den nächsten zwei Monaten mache ich Pause. Ich muss noch einmal in die Klinik.

Hier geht es zum Artikel: Wanderung Welyka Uholka

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Wanderung zur Passierstelle von Welyka Uholka

In meinem dritten Artikel über den Buchenurwald von Uholka beschreibe ich den Weg vom Hotel Silberparadies zur Passierstelle des Biosphärenreservats. Nicht nur der Urwald hat mich tief beeindruckt, sondern auch die Häuschen auf dem Weg dorthin mit ihren kleinen Viehställen und großen Gemüsebeeten.

Hier geht es zu meinem Artikel: Wanderung zur Passierstelle von Welyka Uholka

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Irrtümer über den Urwald

Uholka_Windwurf_Panorama_3_800Panoramafoto eines Windwurfs im Buchenurwald Uholka

Weil die allermeisten noch nie einen Urwald gesehen haben, wird damit viel Schindluder getrieben. Ein schönes Beispiel ist der Aufsatz „Spannungsfeld Forstwirtschaft und Naturschutz – Konflikte um eine nachhaltige Entwicklung der Biodiversität“ von Ernst-Detlef Schulze und Christian Ammer.1 Weiterlesen

  1. Biologie in unserer Zeit, 5/2015 (45), S. 304 – 314, siehe dazu die schöne Zusammenstellung auf der Webseite von Silvia Roelke Schulze / Ammer contra Müller / Weisser / Wilhelm; der Artikel ist nicht online, aber gegen ein geringes Entgelt über die Fernleihe der Stadtbibliothek zu beziehen []
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