Im Dezember 1998 protestiert der BUND gegen die Borkenkäferbekämpfung im NLP Bayerischen Wald. Ich veröffentliche einen Brief, den die Vorsitzende Dr. Angelika Zahrnt an Ministerpräsident Stoiber geschrieben hat, und eine Presseerklärung mit sechs Forderungen. Beide Texte haben auch 17 Jahre später nichts von ihrer Aktualität eingebüßt. Keine der Forderungen wurde erfüllt: BUND zur Borkenkäferbekämpfung im NLP Bayerischer Wald.
Kategoriearchiv: Nationalparks
Experten gegen Kahlschläge im Nationalpark Harz
Im Mai 2005 fand im Nationalpark Harz ein Workshop statt zum Thema „Waldumbau“. Der Workshop war hochkarätig mit Experten besetzt. Erst zwei Jahre später erschien der Tagungsband mit den Vorträgen. Er ist nicht online, sondern muss umständlich bestellt werden. ((Nur das Vorwort gibt es zum Download.)) Ich denke, dass dahinter Absicht steht: Den Bericht sollen möglichst wenig Menschen lesen. Denn viele Experten üben mehr oder weniger offen Kritik an der Nationalparkverwaltung. Und in einem Punkt herrschte Einigkeit: Keine Kahlschläge!
Kahlschläge im Nordosten des Nationalparks Harz, gelb ist dessen östliche Grenze eingezeichnet (Quelle: Sachsen-Anhalt-Viewer)
Ich stelle Ihnen die einzelnen Tagungsbeiträge mal mehr, mal weniger ausführlich vor und illustriere die Beiträge mit aktuellen Fotos von Kahlschlägen rund um die Plessenburg: Experten gegen Kahlschläge.
Großkahlschlag am Oderteich
Nach meinem Bericht über den Großkahlschlag am Heinrich-Heine-Weg dokumentiere ich nun einen zweiten Großkahlschlag. Ich bin auf ihn im Oktober 2014 gestoßen: Großkahlschlag am Oderteich.
Durch das Abräumen des Windwurfs hat die Nationalparkverwaltung die Büchse der Pandora geöffnet: Vergrasung, Verbiss, Wiederverfichtung. Besonders grotesk: Kaum war die letzte Fichte abtransportiert und die letzte Buche gepflanzt, wurde die geschundene Fläche zur Naturdynamikzone erklärt.
123 € Bußgeld für Schneelochstieg
Für meine Expeditionen ins Schneeloch im Nationalpark Harz wurde ich von der Verwaltung zu 123 € Bußgeld verdonnert. Lesen Sie hier meinen Bericht zu den rechtlichen Hintergründen: 123 € Bußgeld für Schneelochstieg.
Fichtenforst in der Zerfallsphase am SchneelochstiegIntelligenter hat es die Bürgerbewegung im Nationalpark Bayerischer Wald angestellt: Gleich eine ganze Hundertschaft hatte am 5. September 2010 vorsätzlich das Recht gebrochen, als sie im Beisein von Presse, Funk und Fernsehen 500 Fichten auf einem Kahlschlag anpflanzte. Nationalparkchef Karl-Friedrich Sinner lies den demonstrativen Rechtsbruch ungestraft. Hier geht es zu meinem Bericht über diesen Schildbürgerstreich: Pflanzaktion der Bürgerbewegung.
Eckerlochstieg im Nationalpark Harz
Der verschneite Brockenurwald in der frühen Vormittagssonne ist traumhaft schön. Und doch sind die Fotos ein Fake: sie gaukeln eine Waldwildnis vor, die es so nicht gibt. Der Eckerlochstieg ist völlig überlaufen und ein ungestörtes Naturerlebnis nicht möglich. Hier geht es zu meiner Fotodokumentation: Eckerlochstieg zum Brocken.
