Deutschland ist Nettoexporteur von Laubholz

Waldschützer fordern immer wieder, den hohen Holzeinschlag in Deutschland zu reduzieren: Wälder sind keine Holzfabriken. Dann erwidern viele Förster, dies sei nicht möglich. Denn Deutschland brauche sehr viel Holz, und wenn in Deutschland weniger Holz eingeschlagen würde, müsste das Holz aus dem Ausland importiert werden.

Für Laubholz stimmt das nicht: Deutschland erwirtschaftet jedes Jahr einen sehr hohen Exportüberschuss. Das beweisen offizielle Zahlen des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Hier geht es zu meinem neuen Artikel: Faktencheck: Holzimporte – Update.

Hinweis: Der Artikel befindet sich hinter einer Paywall. Das Zusammenstellen der Daten hat viel Zeit und Mühe gekostet. Schon ab 1€ im Monat können Sie Mitglied werden.

Antwort von Dr. Susanne Winter

Frau Dr. Winter hat mir auf meinen Offenen Brief zu Baummikrohabitaten geantwortet. Ihre Antwort finden Sie hier: Antwort von Dr. Susanne Winter.

Mit ihrer Hilfe habe ich eine Tabelle erstellt mit 20 Baummikrohabitaten und den Empfehlungen für Wirtschaftswälder. ((Die ausführliche Version inklusive vieler Fotos und Hinweisen zu den Käfern und Pilzen, die in diesen Mikrohabitaten leben, finden Sie im Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald. Einen kostenlosen Katalog der Baummikrohabitate finden Sie hier.)) Hier geht es zur Tabelle der Baummikrohabitate und den Empfehlungen für Wirtschaftswälder.

Offener Brief an Dr. Susanne Winter


Es war nicht nur Peter Wohlleben, dessen Bücher für mich eine wertvolle Hilfe waren. Es war auch die Forstwissenschaftlerin Dr. Susanne Winter ((Dr. Winter ist z. Z. Programmleiterin Wald des WWF.)), die von Anfang an ganz wichtig war für mich. Ihre Doktorarbeit mit dem Titel „Ermittlung von Struktur-Indikatoren zur Abschätzung des Einflusses forstlicher Bewirtschaftung auf die Biozönosen von Tiefland-Buchenwäldern“ zählt zu dem Besten, was ich zum Thema Naturschutz im Buchenwald gelesen habe. Ich war so fasziniert, dass ich damals umgehend die Heiligen Hallen und den Faulen Ort besucht habe – zwei Wälder, die in ihrer Dissertation und auch bei ihren weiteren Forschungen eine ganz wichtige Rolle spielten und spielen.

Dr. Winter auf einem Workshop des Forum Umwelt und Entwicklung in der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt im November 2014

Jetzt habe ich Dr. Winter einen Offenen Brief geschrieben. Es geht um Mikrohabitate und Unklarheiten, auf die ich bei der Lektüre ihres letzten Buches „Praxishandbuch – Naturschutz im Buchenwald“ gestoßen bin. Weiterlesen

Förstermärchen

Vor 10 Jahren erschien in der Zeitschrift Nationalpark ein Aufsatz, der in Naturschutzkreisen berühmt geworden ist. Der Aufsatz hieß „Forst- und Holzmärchen heute“ und sein Autor war Hans Bibelriether, der ehemalige Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald. Bibelriether greift die Interessenvertreter der Forst- und Holzindustrie scharf an: den Deutschen Forstwirtschaftsrat,  den Deutschen Forstverein, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und auch den damaligen bayerischen Forstminister Josef Miller. Er wirft ihnen „Schönfärberei“, „kaum zu überbietende Falschaussagen“, „professionelle Falschinformationen“, „reine Erfindungen“, „bewusste Unwahrheiten“ und „unglaubliche Volksverdummung“ vor.

Leider hat der Aufsatz nichts von seiner Aktualität verloren. Auch heute werden „Förstermärchen“ erzählt. Für die Bundesbürgerinitiative Waldschutz (BBIWS) habe ich drei Förstermärchen kritisiert. Sie können meine Kritiken entweder hier auf der Homepage der BBIWS lesen oder hier auf meiner Seite: Förstermärchen.