Während das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet die Auskunft über den Raubbau des RVR Ruhr Grün im Fernewald und am Schlehenkamp verweigern, gibt der Werkleiter von RVR Ruhr Grün, der Leitende Forstdirektor Jörg Wipf, bereitwillig Auskunft. Er schickt mir Karten und Bestandesblätter von drei durchforsteten Waldabteilungen. Das Problem: Ein Bestandesblatt fehlt, eines ist überflüssig und die laut Wipf geerntete Holzmenge von 784, 29 Festmetern will so gar nicht zu den von mir gemessenen 1.140 Festmetern passen. Hier geht es zu meiner Dokumentation des bisherigen Briefwechsels: Forstdirektor Wipf nimmt Stellung.
Kategoriearchiv: Bottrop
Beschwerde bei Umweltminister Remmel
Ich habe mich bei Johannes Remmel, Umweltminister von NRW, beschwert: über das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz und die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet. Lesen Sie hier die Hintergründe: Beschwerde über LANUV und BSWR.
Holzrausch im Bottroper FernewaldBodenzerstörung am Schlehenkamp
Es geht um einen schlimmen Fall von Bodenzerstörung in einem 2,5 ha großen Wäldchen in Bottrop: Die Firma Bertil Karlsson hat im Auftrag von Förster Adamiak von RVR Ruhr Grün einen 21,5 t schweren Harvester vom Typ Ponsse Ergo 8W eingesetzt. 1.150 m größtenteils neu angelegte Rückegassen wurden in Grund und Boden gefahren. Ich dokumentiere die Bodenzerstörungen mit hochauflösenden Fotos und diskutiere bodenschonende Alternativen zum Harvestereinsatz: Bodenzerstörung am Schlehenkamp.
Holzrausch im Bottroper Fernewald
Mehrere 4 m hohe Holzpolter. Jeweils über 20 m lang. Über 1.000 Kubikmeter Holz.
Förster Volker Adamiak von RVR Ruhr Grün hat 7 ha Wald durchforstet. Ein Teil davon im FFH-Gebiet. 3,4 km neue Rückegassen im Abstand von 20 m. Ein maschinengerechter Holzacker für Harvester und Forwarder. Hier geht es zu meinem Bericht: Holzrausch im Bottroper Fernewald.
Windwurf nach Durchforstung in Bottrop
Mitten in der Stadt Bottrop wurde ein kleines Wäldchen vom Pfingststurm Ela umgeworfen. Brisant an dem Fall ist, dass das Wäldchen vor 2 Jahren vom Stadtförster Markus Herber durchforstet worden ist. Nachweislich wurde dabei fast fünfmal mehr Holz geerntet als von der Forsteinrichtung vorgesehen. Die Beweislast, dass dieser viel zu starke Eingriff die Ursache für den Windwurf ist, ist erdrückend: Rund um den durchforsteten Wald blieben die Bäume stehen.
Ich habe die Vor- und Nachgeschichte des Windwurfes ausführlich dokumentiert: Windwurf nach Durchforstung – der Virchow-Wald.
Sehr hilfreich waren dabei Fotos und Informationen von Dr. Bernhard Gremmler, Anwohner des Wäldchens und Mitglied im Kreis- und Landesvorstands der ÖDP. Für ihre Hilfe bei der Bewertung der Durchforstung schulde ich meinen Dank den beiden Förstern Peter Wohlleben und Karl-Friedrich Weber. Bedanken möchte ich mich aber auch bei Herrn Arentz vom Grünflächenamt. Wenn wir auch völlig unterschiedlicher Meinung sind, so ist doch seine Informationspolitik vorbildlich.