Frede und der Borstgrasrasen

Nardus stricta1Borstgras in Tschechien

Frede begründet den Großkahlschlag am Wüstegarten u. a. mit der Wiederherstellung eines nährstoffarmen Standorts, der dann geeignet ist für Lebensgemeinschaften wie den Borstgrasrasen. Diese Begründung ist falsch. Nach einem Telefonat mit einem ausgewiesenen Experten für Borstgrasrasen kann ich nachweisen, dass der Standort am Wüstegarten auch nach dem Kahlschlag für Borstgrasrasen überhaupt nicht geeignet ist: Frede und der Borstgrasrasen.

Naturzerstörung durch den Neubau der Jennerbahn

Naturzerstörung ist nicht das Werk anonymer Mächte. Schuld ist auch nicht „der“ Tourismus, „die“ Wirtschaft oder „die“ Politik. Naturzerstörung ist immer die Folge ganz konkreter Entscheidungen von ganz konkreten Personen. Bei der Naturzerstörung durch den den Neubau der Jennerbahn zählen zu den verantwortlichen Personen Hannes Rasp, Bürgermeister von Schönau, Peter Hettegger, Multimillionär aus Österreich, und Ilse Aigner, Bayerns Wirtschaftsministerin. Ich erzähle ausführlich die Vorgeschichte des Neubaus und die sonderbare Finanzierung durch staatliche Subventionen und Millionen-Kredite, für deren Tilgung man bei den spärlichen Gewinnen der Jennerbahn Jahrhunderte braucht. Hier geht es zu meinem Artikel: Naturzerstörung durch den Neubau der Jennerbahn.

Ibisch contra Ammer

Pierre L. Ibisch, Professor für Naturschutz an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung (HNE) Eberswalde, hat im Fall der Online-Petition gegen Förster Peter Wohlleben, die von Christian Ammer, Professor für Forstwissenschaft an der Universität Göttingen, eingereicht wurde, in einem lesenswerten Artikel Partei ergriffen für Peter Wohlleben:

„Die Autoren der Online-Petition blenden […] Fakten aus, um ihre Meinung zu untermauern. […] Es steht zudem zu befürchten, dass eine Vielzahl der Unterzeichner der Online-Petition weder das Buch von Wohlleben richtig gelesen haben, geschweige denn die aktuelle relevante Literatur, deren Kenntnis für eine qualifizierte Diskussion unabdingbar ist.“

Hier geht es zum Artikel: Ausblenden von Fakten statt ‚Märchen‘? – Zum wissenschaftlichen Umgang mit waldbezogenen Büchern, Petitionen und Gutachten in Deutschland.

Rummelplatz Nationalpark Berchtesgaden

Im Berchtesgadener Land zählte man 2016 3,6 Millionen Übernachtungen. Das macht 10.000 Gäste pro Tag. Und die strömen zu Tausenden in den Nationalpark – und zwar nicht nur zum Königssee. Sie überfluten auch das Klausbach-, Wimbach- und Schapbachtal. Vom Massentourismus war ich angeekelt.

Ich habe drei Protestbriefe geschrieben: an den Leiter des Nationalparks, an die Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH und an die Tourist-Information Ramsau. Außerdem dokumentiere ich den Zirkus am Königssee mit zahlreichen Fotos. Hier geht es zum Artikel: Massenabfertigung am Königssee.

Frede und das Waldrestholz

Achim Frede begründet nicht nur den Kahlschlag am Wüstegarten, sondern auch den Abtransport des Waldrestholzes. Peter Wohlleben nennt so etwas den „Endpunkt des Ausverkaufs im Walde“ und spart auch sonst nicht mit scharfer Kritik an dieser „gnadenlosen Rohstoffjagd“. Hier geht es zu meinem sechsten Kapitel über den Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede: Frede und das Waldrestholz.