Der Urwald von Porta Westfalica

Auf der Exkursion durch den Nationalpark Hainich mit dem NLP-Chef Großmann1siehe Tagung „Alte Buchenwälder“ hatte ich einen Moment der Klarheit:

„Das sind also die wertvollsten Bestände des NLPs … So sieht also ein UNESCO-Weltnaturerbe aus … Das ist es also … Das hier … Dafür bin ich 400 km gefahren …“

Ich war nicht begeistert. Denn ich habe einen solchen phantastischen Wald direkt vor meiner Haustür.

Lesen Sie hier meinen neuen Artikel aus der Serie Schöne Wanderungen: Der Urwald vor den Toren der Stadt Porta Westfalica.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1. Januar 2020 zum Thema: Der FSC und die mangelhafte Verkehrssicherheit am Wolfsschluchtweg.

Der Riesenkahlschlag am Lackenberg im Jahr 2019

Von den großen Kahlschlägen im Nationalpark (NLP) Bayerischer Wald nach dem Orkan Kyrill bekam man außerhalb der Städte in unmittelbarer Nachbarschaft des NLPs nichts mit. Ja, der Bayerwald-Bote berichtete. Aber schon die Süddeutsche Zeitung widmete sich dem Thema nur mit einer Handvoll Artikel, die zudem nur in der bayerischen Ausgabe erschienen.1siehe z. B. „Tricksen, Tarnen, Täuschen“ von Christian Sebald, SZ vom 16. Juli 2014 Und im Fernsehen? Ganze zwei Beiträge zum Riesenkahlschlag am Lackenberg finden sich noch bei YouTube.2siehe hier und hier Sie sind kaum 5 Minuten lang und 10 Jahre alt.

Und so ist mein heute veröffentlichter Film über den Riesenkahlschlag am Lackenberg der dritte Film zum Thema, den Sie im Netz finden werden – und der einzige, der die Kahlschläge ausführlich zeigt. Am Filmende widme ich mich dann der Frage, wer für diese verantwortlich ist und erzähle von einem Gespräch, das ich mit der Presseabteilung des NLPs geführt habe.

Aktuelle Fotos vom Lackenberg finden Sie hier: Der Riesenkahlschlag am Lackenberg im Jahr 2019.

Hinweis:
Mein nächster Artikel erscheint am 1.12.2019 in der Serie Schöne Wanderungen. Es geht dann durch die Wolfsschlucht im Wiehengebirge.

Der Riesenkahlschlag am Hirschgespreng im Jahr 2019

Wie angekündigt veröffentliche ich heute ein Video mit Filmaufnahmen vom Riesenkahlschlag am Hirschgespreng, die ich im September 2019 gedreht habe – 5 Jahre nach meinem ersten großen Artikel darüber. So sieht ein Wald aus, den die Nationalparkverwaltung 22 Jahren gemäß Nationalparkplan bewirtschaftet hat. Und so sieht ein Wald aus nach 22 Jahren Walderhaltungs- und Waldpflegemaßnahmen. Und so sieht ein Wald aus, wenn „Waldwissenschaftler, Wissenschaftler und Borkenkäfer-Experten“ einen Umweltminister „intensiv“ beraten und alle – Minister, Landräte, Bürgermeister, Landtagsabgeordnete, Nationalparkbeamte, Wissenschaftler und Experten – wirklich alle sich einig sind:

„Der Wald soll so grün wie möglich bleiben!“1siehe Der Entscheid von Umweltminister Schnappauf vom 10. Mai 2007

Wie man Natur Natur sein lässt, das demonstriert am Hirschgespreng nicht der Nationalpark Bayerischer Wald, sondern direkt daneben der Nationalpark Šumava. Dort haben die Tschechen das gemacht, wofür sich sonst der deutsche Nationalpark rühmt: sie haben den Käfer einfach fressen lassen. Wenn Sie den Film anschauen, können Sie – ganz ohne forstwirtschaftliches Studium und ganz ohne ökologische Spezialkenntnisse – selbst beurteilen, wer es besser gemacht hat.

Zusätzlich zum Film können Sie sich aktuelle Fotos anschauen: Riesenkahlschlag am Hirschgespreng im Jahr 2019.

Hinweis:
Morgen veröffentliche ich ein Video mit aktuellen Filmaufnahmen von der Mutter aller Kahlschläge im Nationalpark Bayerischer Wald: dem Riesenkahlschlag am Lackenberg.

Riesenkahlschlag am Hirschgespreng – 2014

Als ich den  Riesenkahlschlag am Hirschgespreng in Nationalpark Bayerischer Wald 2014 zum ersten Mal sah, fand ich keine Worte: Das ist … das … was zum Teufel? Ich konnte nicht glauben, was ich sah. Wieder zu Hause vertiefte ich mich in Jahresberichte des Nationalparks, analysierte Satelittenbilder, studierte unzählige Ausgaben der Nationalparkzeitschrift „Unser Wilder Wald“, suchte nach Youtube-Videos, durchstöberte Zeitungsarchive und quälte mich durch Forschungsberichte. Am schlimmsten waren die Gesetzestexte: die Nationalparkverordnung und der Nationalparkplan. Die Hölle hat eine deutsche Hausordnung und ihre Grundsätze stehen im Nationalparkplan. Am Ende entstand der Artikel Riesenkahlschlag am Hirschgespreng. Diesen Artikel habe ich nun zu einem Video verarbeitet:

Hinweis:
Morgen veröffentliche ich dann ein Video mit aktuellen Filmaufnahmen vom Hirschgespreng.

Ein vorbildlicher Förster – Dietrich Mehl

Welcher Förster macht gute, vorbildliche Arbeit? Wenn man mich das vor zwei Jahren gefragt hätte, wären mir folgende Namen eingefallen: Georg Sperber – aber der ist schon pensioniert. Lutz Fähser – auch pensioniert. Martin Levin – auch pensioniert. Georg Meister – ganz lange pensioniert. Knut Sturm! Gott sei Dank! Der ist noch nicht pensioniert! Und natürlich: Peter Wohlleben! Aber der zeigt einem immer nur seinen Ruheforst und da macht er ja nichts. Wer sonst? Mir wäre niemand mehr eingefallen. Schlechte Förster – ja, da hätte ich seitenlange Listen erstellen können! Aber gute Förster?

Dietrich Mehl auf der Tagung „Alte Buchenwälder“ in Bad Langensalza

Mittlerweile kenne ich mehrere und ich habe auch schon über sie geschrieben: Ottmar Heise, Ulrich Mergner und Roland Wirtz. Heute kommt einer hinzu: Dietrich Mehl. Ich habe ihn in seiner Oberförsterei Reiersdorf besucht und daraus ist der längste Artikel dieses Jahres geworden: Naturnahe Waldwirtschaft in der Oberförsterei Reiersdorf.

Den Artikel können Sie auch als Podcast anhören und herunterladen: Naturnahe_Waldwirtschaft_Dietrich_Mehl.mp3 – 70 MB – 1:12 h

Hinweis:
Am 15. November veröffentliche ich zwei Filme zu Riesenkahlschlägen im NLP Bayerischer Wald.