Titelseite der Aachener Zeitung

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Marlon Gego, Redakteur der Aachener Zeitung, hat heute einen großen Bericht über die „Holzschlacht“ in den Wäldern Nordrhein-Westfalens veröffentlicht:

Der Aachener Zeitung liegen alle Verträge vor, die das Land 2007 mit Klausner und 5 weiteren Sägewerken abgeschlossen hat (vergleiche Gutachten von Professor Schulte zu den Klausner-Verträgen). In mindestens einem wird der Nationalpark Eifel ausdrücklich als Liefergebiet genannt.

Der im Bericht genannte Leiter der Landesforstverwaltung Franz-Lambert Eisele, der auf einer Autobahnraststätte (sic!) die Klausner-Verträge aushandelte, hat praktischerweise 2006 an der Fachtagung „Nationalpark Eifel: Wald in Entwicklung, Offene Fragen – Leitlinien – Maßnahmen“ teilgenommen. Der Tagungsband zeigt ihn freudestrahlend auf Seite 3 in der vorderen Reihe links.

Boden im Wüstebachtal ist trocken

Auf dem 8 ha großen Kahlschlag am Wüstebach im Nationalpark Eifel sollen laut Nationalparkverwaltung Auenwälder mit Erlen wachsen. Dummerweise beweisen öffentlich zugängliche Karten des LANUV, dass die Böden im Wüstebachtal überwiegend trocken sind. Die orangefarbenen Flächen bedeuten „trockener Boden“:

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Für ausführliche Informationen – auch zur Benutzung der LANUV-Karten – siehe meine Webseite: Trockener Boden am Wüstebach

 

Die Nationalpark-Arbeitsgruppe ist eine Farce

Die Verwaltung des Nationalparks Eifel behauptet, sie habe vor den 8 ha großen Kahlschlägen am Wüstebach zahlreiche Bürger, Vereine, Naturschutzgruppen und Ämter informiert und diese hätten den Kahlschlägen zugestimmt. Ich habe mir einmal die Sitzung der Nationalpark-Arbeitsgruppe vom 23.4.2013 angeschaut, die „keine Bedenken“ bei den Kahlschlägen hatte. Es gab keinerlei Diskussion, keine unterschiedlichen Standpunkte und sowohl Umweltämter als auch Naturschutzgruppen haben geschwiegen:

mehrere Jahre alter Kahlschlag am Wüstebach

 

FSC-Vorsitzender Riestenpatt: „FSC ist kein Öko-Siegel!“

Ich habe zwei neue Seiten geschrieben, die sich mit Reaktionen auf die plusminus-Sendung „Kahlschlag im Naturschutzgebiet“ vom 8. Januar 2014 auseinandersetzen:

Das Umweltministerium fasst die sattsam bekammten Rechtfertigungen für den Kahlschläge im Nationalpark Eifel noch einmal zusammen. Es wird deutlich, dass das Umweltministerium, Wald-und-Holz-NRW und die Nationalparkverwaltung eine geschlossene Phalanx bilden. Da ist nicht ein Beamter, der ausschert und Zweifel anmeldet.

Ein echter Knüller ist die Beschwerde des FSC-Vorsitzenden Riestenpatt beim NDR. Es geht nur um 30 Sekunden Berichterstattung, in denen ganze 5 Sätze gesagt werden. Trotzdem explodiert Riestenpatt förmlich vor Zorn und macht seinem Herzen auf vier eng beschriebenen DIN-A4-Seiten Luft. Dabei macht er Aussagen, bei denen sich viele Umweltschützer verwundert die Augen reiben werden: Der FSC sei kein Öko-Siegel. Harvester sind angeblich unstrittig und modern und schützen die Naturverjüngung. Nicht einmal vor Drohungen macht er halt: „Eine derartig einseitige und von partikularen Interessen getriebene Berichterstattung werden wir uns nicht bieten lassen.“