Naturwaldzelle Schäferheld – ein 170 Jahre alter Buchenwald

Ich habe einen Bericht über den 170 Jahre alten Buchenwald in der Naturwaldzelle Schäferheld geschrieben. Der Buchenwald, der zu den Juwelen des Nationalparks Eifel zählt, wird seit 40 Jahren nicht mehr bewirtschaftet und steht unter Prozessschutz. Neben Hinweisen zur Geschichte des Waldes und zu seinen Besonderheiten zeige ich Ihnen hochauflösende Panoramafotos und beschreibe mit Hilfe einer Arbeit von Klaus Striepen ausführlich das Problem, dass zu hohe Wildbestände die natürliche Verjüngung des Walds verhindern: Schäferheld in der Eifel

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Gleichzeitig veröffentliche ich eine Arbeit über Totholzkäfer in der Naturwaldzelle Schäferheld. Ich zeige Ihnen Bilder der etwas bekannteren Totholzkäferarten und beschreibe kurz ihre Lebensweise. Außerdem stelle ich Ihnen die absoluten Raritäten vor, die Frank Köhler, einer der führenden Käferexperten Deutschlands, dort gefunden hat. Ich bedanke mich bei den vielen vielen Hobbyfotografen, die so freundlich waren, mir ihre Fotos zur Verfügung zu stellen. Ein herzliches Dankeschön geht an Boris Loboda, Kirill Makarov und Maxim Smirnov aus Russland!

Mycetophagus multipuncta_msMycetophagus multipunctatus, Foto: Maxim Smirnov, Ivánovo, Russland

Und sie bewegt sich doch!

Der FSC hat die Kahlschlagsobergrenze für Waldumbaumaßnahmen auf 1 ha begrenzt. Die Pressemitteilung vom 7. März 2014 können Sie hier herunterladen:

FSC-Richtlinienausschuss legt Höchstgrenze für aktive Umbaumaßnahmen fest

Damit wären 8 ha große Kahlschläge wie der am Wüstebach im Nationalpark Eifel nicht mehr erlaubt. Ein herzlicher Dank geht an Alexa Höber vom NDR für Ihren mutigen Fernsehbeitrag! Und natürlich an Peter Wohlleben! Und last but not least an László Maráz vom Forum Umwelt und Entwicklung und dessen nimmermüde Lobbyarbeit für den Wald!

Auch der von mir für seinen Brief an den NDR so heftig kritisierte Vorsitzende des FSC-Deutschland Dirk Riestenpatt schlägt ganz neue Töne an: „Der Deutsche FSC-Standard steht klar für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft mit Rücksicht auf Menschen und Natur. Für Forstbetriebe und Zertifizierer ergibt sich hieraus die Herausforderung, den Deutschen FSC-Standard nicht nur nach Wort und Komma auslegen, sondern vielmehr auch im Geiste des FSC-Standards zu handeln. Kahlschlag  als Instrument der forstwirtschaftlichen Praxis widerspricht diesem Geist von FSC.“ Und selbst der Vorsitzende der FSC-Wirtschaftskammer Dr. Gerd Loskant stellt klar: „Waldumbau durch großflächigen Kahlschlag ist aus meiner Sicht kein tragfähiges forstliches Konzept.“

Das Ganze ist eine schallende Ohrfeige für das Eifeler Nationalparkforstamt und ebenso für die Kontrollorgane, die die Kahlschläge am Wüstebach abgenickt haben.

 

Depressionsfalle Lührmannswald

Ich bin wütend. Nicht nur wegen der Abholzung des Brinkmanns-Wäldchens in Bottrop, sondern auch wegen des Waldfrevels im Lührmannswald in Essen. Deshalb habe ich einen zornigen Bericht über die Depressionsfalle Lührmannswald geschrieben. Dabei konzentriere ich mich vor allem auf die optische Zumutung, die diese scheußliche Ansammlung magersüchtiger Bäume mittlerweile darstellt.

 

Ohne Worte

Heute morgen aufgenommen an der Ripsdörnestraße im Brinkmannswald in Bottrop:

Ripsdoernestrasse

 

Hinweis: Das hochauflösende Panoramafoto ist 7,5 MB groß. Die Auflösung beträgt 4.181 x 2.400 Pixel. Klicken Sie auf das Foto, wählen Sie mit der rechten Maustaste „Grafik anzeigen“, zoomen Sie mit der Lupe in das Bild und drücken Sie “F11″ für die Vollbildansicht. Dann können Sie mit der vertikalen und horizontalen Bildlaufleiste durch das Panorama scrollen.

Und so wird es dort in wenigen Jahren aussehen: flächiger Bewuchs mit Brombeeren und Gräsern. Das Foto (7 MB, 4.249 x 2.400 Pixel) des 0,2 ha großen Kahlschlags wurde aufgenommen am nur 200 m entfernten Kickenberg. Der Brinkmannswald ist im Hintergrund zu sehen:

Kickenberg

 

Protest auf der Essener Margarethenhöhe

Nicht nur in Bottrop, auch in Essen sind die Anwohner über Baumfällungen empört. 30 Anwohner der Essener Margarethenhöhe haben dem „grünen“ Bürgermeister Friss die Meinung gegeigt. Sie halten von der „Waldpflege“ durch Grün-und-Gruga Essen nichts: Ärger um Baumfällungen geht weiter.

 

Eine zentrale Rolle bei den Protesten spielt Roswitha Krause: Bürgerin will Stadt Essen nach Baum-Fällungen verklagen.