Am 6. Juni 2017 sendete der WDR in der Lokalzeit Ruhr den Beitrag „Drei Jahre nach Ela – Zerstörung immer noch sichtbar“. Darin kommt ausführlich Förster Tobias Hartung von Grün und Gruga Essen zu Wort. Ich halte seine Äußerungen für Fake Forest Facts. Hier geht es zum zweiten Teil meiner Kritik an der Wiederaufforstung im Schellenberger Wald in Essen: Beitrag der Lokalzeit Ruhr vom 6. Juni 2017.
Monty-Python-Truppe im Schellenberger Wald
Vor kurzem habe ich den Schellenberger Wald in Essen wieder besucht, den ich 2014 das letzte Mal gesehen hatte. Damals hatte ich mehrere Artikel über den Pfingststurm Ela und seine Auswirkungen auf die Essener Wälder geschrieben. ((z. B. Pfingststurm Ela im Schellenberger Wald)) Ich hatte mich in der neu gegründeten Bürgerinitiative „Waldschutz Essen“ engagiert und wir hatten uns dafür eingesetzt, die vom Wind umgestürzten Bäume im Wald liegen zu lassen und eine Naturverjüngung zuzulassen. ((siehe WAZ: Initiative will umgekippte Bäume in Essener Wäldern lassen))
Es ist alles anders gekommen. Das Forstamt hat die Windwurfflächen leergeräumt und künstlich kleine Bäumchen gepflanzt, die im Jahr 2017 von meterhohem Unkraut bedrängt und überwuchert werden. Beginnen möchte ich den Artikel über diese bizarre Wiederaufforstung mit der kritischen Analyse eines ebenso bizarren Fernsehbeitrags in der Lokalzeit Ruhr des WDR aus dem Jahr 2016: Wiederaufforstung im Schellenberger Wald.
Neue Kapitel und Fotos zur Wanderung im Buchenurwald
„Der eigenartige Eindruck der gewaltigen Wälder der Karpaten der Waldkarpaten in ihrer Natürlichkeit und Ruhe, nur belebt durch das Rauschen der Bergbäche und des Windes und hie und da unterbrochen durch das ferne Krachen eines zu Boden stürzenden alten Urwaldriesen, bleibt unvergesslich.“
Conrad Roth ((Conrad Roth, Beobachtungen und Aufnahmen in Buchen-Urwäldern der Wald-Karpathen; Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen Band 83, Nummer 1, S. 1-13; zit. n. Brändli, U. -B.; Dowhanytsch J. (Red.) 2003:Urwälder im Zentrum Europas“ Ein Naturführer durch das Karpaten-Biosphärenreservat in der Ukraine. Birmensdorf, Eidgenössische Forschungsanstalt WSL; Rachiw, Karpaten-Biosphärenreservat. Bern, Stuttgart, Wien, S. 3))
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie der Schweizer Forstingenieur Conrad Roth im Jahr 1930. ((zu Roth siehe a. a. O., S. 60)) Meinem Bericht über die Wanderung Welyka Uholka habe ich vier neue Kapitel mit 22 Fotos hinzugefügt. Ein Thema ist der Strukturreichtum des Buchenurwalds und die Strukturarmut der deutschen Buchenwälder. Hier geht es zu den neuen Kapiteln: Wanderung Welyka Uholka – Der Fluss Kamjanyj.
Projektleiter Rainer Paulus zum Kahlschlag am Wüstegarten
Irgendetwas stimmt nicht mit dem 5 ha großen Kahlschlag am Wüstegarten. An dieser „Biotoprenaturierung“ des Naturschutzgroßprojekts Kellerwald-Region ist irgendetwas faul: Fragen werden nicht beantwortet, Verantwortliche sind telefonisch nicht erreichbar, amtliche Dokumente dürfen nicht veröffentlicht werden, die Gesprächsatmosphäre ist eisig. Lesen Sie selbst, was mir passierte, als ich von Projektleiter Rainer Paulus wissen wollte, wie viele Fördergelder für den Kahlschlag am Wüstegarten geflossen sind: Projektleiter Rainer Paulus zum Kahlschlag am Wüstegarten.
Bundesamt für Naturschutz zum Kahlschlag am Wüstegarten
Ich hatte dem Bundesamt für Naturschutz Fragen zum Kahlschlag am Wüstegarten gestellt: Fax an Ralf Forst vom BfN am 6.3.2017. Nun stelle ich Ihnen die Antworten vor: Telefonat mit Ralf Forst am 25.3.2017. Die „Maßnahme“ am Wüstegarten ist für das Bundesamt eine „Biotoprenaturierung“. Sie war mit dem Amt „abgestimmt“.