Die Verdopplung der Borkenkäferschutzzone im Nationalpark Bayerischer Wald 1997

Im August 1997 wurde die Borkenkäferschutzzone um den Nationalpark Bayerischer Wald verdoppelt. Ihre Breite betrug fortan nicht mehr 500, sondern durchschnittlich 1.000 m. Hauptverantwortlich dafür war Ministerialrat Wolfgang Sailer, der zuständige Referent für den Nationalpark im Forstministerium. Die Ausweitung der Schutzzone geschah gegen den erklärten Willen des damaligen Nationalparkleiters Hans Bibelriether. Er hat eine ausführliche Chronologie der damaligen Ereignisse geschrieben, die ich veröffentliche. Außerdem präsentiere ich Originaldokumente, die mir Bibelriether zur Verfügung gestellt hat. Dazu zählt die Pressemitteilung vom 11. August 1997 und die Dienstanweisung des Ministeriums vom 14. August 1997. Lesen Sie hier meinen Bericht über einen bayerischen Politkrimi: Die Verdopplung der Borkenkäferschutzzone 1997.

Kerngebiet Klosterfilz im Sommer 1998: Hackmaschine mitten im Moor

 

Der Hammer des Monats Oktober 1998

Im Oktober 1998 erschien in der Zeitschrift natur der Artikel „Wie die Axt im Walde“. Darin wurde dem Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, Karl Friedrich Sinner, der „Hammer des Monats“ verliehen. Einen Monat später nimmt Sinner auf einer Fachtagung in St. Oswald Stellung zur Kritik. Seine Reaktion ist geradezu idealtypisch für Förster, die von Naturschützern kritisiert werden: „Wir handeln nach Recht und Gesetz … Die Kritik kommt von einer Einzelperson … Die Kritik schadet dem Naturschutz … Die Kritik ist unverhältnismäßig … blablabla“. Ich analysiere Sinners Stellungnahme und zeige auf, dass auch heute noch genau so argumentiert wird.

Außerdem zeige ich Ihnen Fotos von sechs Kahlschlägen, an denen ich bei nur einer einzigen Wanderung im Erweiterungsteil des Nationalparks vorbeigekommen bin. Hier geht es zum Artikel: Der Hammer des Monats Oktober 1998.

Kahlschlag am Großen Gfällbach

 

Beschwerde bei Umweltministerin

Ich habe mich bei Ulrike Scharf, der bayerischen Staatsministerin für Umwelt und Landwirtschaft, über Franz Leibl, den Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald, beschwert.

Rindelschachten_PanoGroßkahlschlag 200 m östlich des Rindelschachten (4,8 MB, 4.903 x 1.178 Pixel)

Leibl verweigert seit zwei Monaten jede Auskunft zum Holzeinschlag im Nationalpark und verwehrt die Einsicht in Protokolle des Nationalparkbeirats, wo über die Kahlschläge im Park entschieden wird. Hier können Sie meinen Brief im Original lesen: Weiterlesen