Der Wald-Wild-Konflikt

Wildschutzzäune sind keine Lösung

Schulte-Loh:

Konstruktive Ansätze! Wir brauchen konstruktive Ansätze! Wir können aber auch noch mal einen Punkt ergänzen. Die Frage ist ja auch – das haben wir noch nicht angesprochen – man kann natürlich auch, wenn man die Bepflanzung gemach hat, dann kann man ja auch gucken, wie schützt man die? Also mit Einzäunungen z. B. oder was weiß ich?

Dörmbach:

Das ist einfach furchtbar teuer. Ein Zaun kostet mittlerweile mehrere tausend Euro pro ha und wenn man jetzt in den Jahren 2018, 19, 20 den Hauptschaden in der Kalamität erlebt hat, da hat man einfach kein Geld mit dem Holz verdient, woraus man hätte diesen Zaun finanzieren können. Und wenn jetzt jemand kommt und sagt, das wird alles irgendwie gefördert, die Wiederaufforstung – das stimmt. Aber diese Wiederaufforstungs-Fördergelder schaffen es einfach nicht, den Zaun zu bezahlen. Und wenn ich diese ganzen Wald jetzt voll Plastikröhren stelle, dann bin ich einer von den Produzenten von Mikroplastik, das dann in der Nordsee landet. Das ist auch nicht so lustig. Also – es gibt andere Möglichkeiten.

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