Kritik des Kurzportraits der NW-NFA
Hinweis: Die Fotos der Schilder wurden alle an der Langen Wande gemacht. Man möchte hoffen, dass der Zustand der Schilder nicht den der NW-NFA widerspiegelt.
Das oben bereits zitierte „Kurzportrait“ des Naturwalds Lange Wande ist von 2015. Nicht weniger als 7 Wissenschaftler haben daran gearbeitet: Peter Meyer, Katja Lorenz, Andreas Mölder, Roland Steffens, Wolfgang Schmidt, Thomas Kompa und Anne Wevell von Krüger. 7 Wissenschaftler für 4 Seiten, 7 Kapitel, 4 Abbildungen und Tabellen. Benötigt man etwa für jedes der 7 Kapitel einen eigens dafür spezialisierten Wissenschaftler?
Keine Käfer, keine Pilze und Vögel
Ein Kapitel über Vögel, Pilze und Käfer fehlt völlig im Kurzportrait. Trotz der sieben Autoren. Das ist ein erhebliches Defizit. Prozessschutz ist kein Selbstzweck. Die Buche steht nicht auf der Roten Liste.
Veraltete Daten
Die Daten für die „Altersstruktur nach Baumartengruppen“ sind von 2000. Gleich drei der präsentierten „Ergebnisse“ sind von 2001:
- die „Ergebnisse der Probekreisaufnahmen für den Derbholzbestand“ (Tab. 2),
- die „Ergebnisse der Probekreisaufnahmen für die Naturverjüngung“ (Tab. 4) und
- die „Baumartenanteile in den Probekreisen“ (Abb. 4).
Überflüssig zu sagen, dass fast alle im Kurzportrait erwähnten Fichten längst vom Borkenkäfer gefressen worden sind. Totholz Fichte: 0 m3/ha. Das steht so wirklich in Tabelle 2.
Totholz
Totholz Buche: 1 m3/ha. Auch das steht so in Tabelle 2. „Totholz ist kaum vorhanden.“ Man beginnt sich zu fragen, was in dem Text überhaupt noch aktuell ist.
Adressat unklar
Für welche Lesergruppe ist das Kurzportrait geschrieben worden? Wer ist der Adressat? Wer liest so etwas? Der interessierte Laie? Der wird durch die vielen Fachbegriffe nur abgeschreckt. Förster? Forstwissenschaftler? Was aber sollen die mit 25 Jahre alten Daten anfangen?
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