Antrag auf Kahlschlag am Wüstegarten durch Achim Frede

4. Felsgrat

Frede behauptet, am Wüstegarten gäbe es „Felsgrat-Partien“, die noch dazu „extrem“ und „gehölzarm“ seien. Diese Behauptung ist falsch. Das von Frede benutzte Wort „Felsgrat“ existiert in der deutschsprachigen Wikipedia überhaupt nicht. Wikipedia kennt nur das Wort „Berggrat“. Das ist ein „scharfer Bergrücken“.1 Sinngemäß handelt es sich bei einem „Felsgrat“ also um einen scharfen Bergrücken, der aus Felsen besteht. Google hat zahllose Bilder zum Thema „Felsgrat“. So etwas gibt es am Wüstegarten nicht. Nicht einmal ansatzweise. Es gibt dort auch keine „Felsgrat-Partien“, also Teile eines Felsgrates.

Dieses Foto zeigt den Kellerwaldsteig ganz oben auf dem Rücken des Wüstegartens. Er verläuft durch den Buchenwald direkt neben dem Kahlschlag. Der Blick geht nach Nordosten in Richtung Kahlschlag. Dieser schimmert im Hintergrund hell durch die Buchen hindurch.

Schon das Wort „Grat“ trifft auf den Wüstegarten nicht zu. Er ist kein scharfer, sondern ein runder Bergrücken. Ein sehr runder und sehr breiter Bergrücken. Und ganz oben auf diesem runden und breiten Bergrücken des Wüstegartens verläuft ein schöner Wanderweg, der Kellerwaldsteig. Nirgendwo muss man Felsen erklimmen, nirgendwo tun sich Abgründe auf, nirgendwo ist Trittsicherheit oder Schwindelfreiheit gefordert. Es ist ein ganz bequemer, ganz breiter Wanderweg für die ganze Familie. Kinder können links und rechts des Wegs herumtoben. Nirgendwo besteht die Gefahr, dass sie abstürzen könnten. Und Opa und Oma können auch mit, denn besondere Fitness und Ausdauer sind nicht erforderlich. Und stünde dort nicht der Kellerwald-Turm, käme kein Wanderer auf die Idee, dass er soeben den Gipfel eines Berges erklommen hat. Nichts ist „extrem“ und nichts ist „gehölzarm“. Außer der Kahlschlag.

Auch dieses Foto zeigt den Kellerwaldsteig im Buchenwald ganz oben auf dem Rücken des Wüstegartens. Der Blick geht nach Südwesten, der Kahlschlag beginnt 50 m hinter dem Rücken des Fotografen. Der Steig ist mit einem roten K am Baum rechts am Wegesrand markiert. Der Baum trägt zusätzlich ein weißes x.

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  1. Wikipedia – Gebirgsgrat []