Sommerwanderung zum Rachel

Schluss

In ihrem eigenen Schlusskapitel geben Aschenbrand und Michler den Mitarbeitern in NLPs Tipps, wie sie mit Besuchern umgehen und für ihren NLP Werbung machen sollten. Oben hatte ich schon den folgenden Satz zitiert, in dem sie die Mitarbeiter warnen:

„Dabei sollten sie [= die NLPs] sich [..] bewusst machen, dass sie als Experten Landschaft aus der Expertenlogik ihrer beruflichen Sozialisation heraus konstruieren, die unter Umständen nicht für alle potenziellen Besucher nachvollziehbar ist, da sie in der Regel auf jahrelanger Auseinandersetzung mit den Themen entwickelt werden.“1a. a. O., S. 165

Also Vorsicht! Mit „waldsteppenartigen Totholzflächen“ wie am Rachel können Touristen häufig nichts anfangen – von den Einheimischen ganz zu schweigen!

Viel besser ist ein „intakter grüner Wald“ am besten mit „uralten Baumriesen“. Denn:

„Eigene Ideen werden anschlussfähiger, je mehr sie an gängige Landschaftsstereotype anknüpfen und deren Bedeutung reflektieren.“2ebd., Hervorhebungen von F. – J. A.

Ich habe mich bislang zweimal im NLP mit Thomas Michler getroffen – beim ersten Mal war auch Jörg Müller dabei. Erst beim Schreiben dieses Artikels ist mir bewusst geworden, dass sie mir in beiden Fällen nicht die Totholzflächen am Rachel oder Lusen gezeigt haben. Und das, obwohl sie meine Artikel zu beiden Bergen kennen! Dreimal dürfen Sie raten, was sie mir jedes Mal stolz präsentierten … richtig: grüne Wälder mit vielen uralten Baumriesen. Und noch verrückter ist: Ich war jedes Mal total begeistert! Soviel zur Macht von „gängigen Landschaftsstereotypen“

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