Sinner

Manipulation der Protestbewegung durch Förster

Protest gegen den Nationalpark und dessen Erweiterung regte sich aus den unterschiedlichsten Gründen:

  • Der Mountainbiker fürchtet um seine Downhillpiste quer durch den Wald.
  • Der Wanderer möchte weiterhin den Pfad benutzen, den er schon mit seinem Opa gegangen ist.
  • Der Reiter will auf den Forstwegen reiten.
  • Der Pilzsucher will überall im Wald Pilze sammeln.
  • Der Jäger will Hirsche schießen.
  • Der Angler möchte angeln.
  • Der Hundebesitzer will seinen Hund von der Leine lassen.
  • Der Hotelbesitzer plant einen Erweiterungsbau mitten im Wald.
  • Der Ofenbesitzer will sein Brennholz.
  • Der Förster will den Wald nutzen.
  • Der Sägewerksbesitzer braucht Sägeholz.
  • Und der kleine Junge möchte wieder im Rachelsee baden.1

Es gab 1997 sehr sehr viele Gründe, gegen den Nationalpark zu sein. Die Bayerischen Staatsforsten brauchten für ihre Zwecke nur einen: den Protest gegen die vermeintliche „Borkenkäferkatastrophe“. Von allen „wesentlichen Anliegen der Bevölkerung“ nimmt Eduard Sinner nur ein Anliegen auf. Er erhörte bei der „Anhörung“ nur einen Wunsch. Von allen „Bedenken“ nahm er nur ein Bedenken ernst. Von allen „Problemen“ hat er nur für ein Problem „Verständnis“: das Problem mit dem Borkenkäfer. Das Wegegebot, das für viele Anwohner ein rotes Tuch ist, ist den Staatsforsten völlig egal. Eberhard Sinner erwähnt es nicht einmal.

Bis heute wird der Widerstand gegen den NLP von den Förstern manipuliert und in eine ganz bestimmte Richtung gelenkt: Oder glauben Sie, die Mitglieder der Bürgerbewegung kämen von selbst auf die Idee, eine eigene Hochlageninventur am Hirschgespreng wie am 8. September 2013 durchzuführen und die durchschnittliche Verjüngungsdichte auf 25 m2-Probeflächen zu ermitteln?2

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  1. siehe zu den vielfältigen Gründen für den Protest die Realsatire WDR-Interview mit Heinrich Kemper []
  2. siehe Exkursion in die Buchenauer Hochlagenwälder am 8. September 2013 []