Sinner

Der große Bruder Eberhard

Eberhardsinner
Eberhard Sinner im Jahr 2004

Eberhard Sinner ist der große Bruder von Karl Friedrich Sinner. Eberhard ist am 20. November 1944 geboren, Karl-Friedrich am 16. April 1946.1 Eberhard scheint das große Vorbild von Karl Friedrich gewesen zu sein. Wie Eberhard studiert auch Karl Friedrich Forstwirtschaft an der Ludwig-Maximilians Universität in München. Eberhard legt die Große Forstliche Staatsprüfung 1970 ab, Karl Friedrich vier Jahr später. Eberhard leitet von 1978 bis 1986 das Forstamt von Gemünden am Main, Karl Friedrich von 1988 bis 1998 das Forstamt von Nürnberg. Dann enden die Parallelen: 1986 geht der große Bruder in die große Politik und wird für die CSU Mitglied des Landtags.

Eberhard Sinner gilt als „ein geselliger Mann, jedoch seit seiner herben Niederlage bei der Kommunalwahl 1996 etwas melancholisch. […] Dass CSU-Chef Theo Waigel nicht den gewitzten Sinner, sondern Bernd Protzner zum Generalsekretär machte, finden die Fraktionskollegen bis heute rätselhaft.“2 1997 ist Sinner zwar nicht Generalsekretär, dafür sitzt er gleich in zwei Ausschüssen: dem für Landesentwicklung und Umweltfragen und dem für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.3 Und er leitet den Arbeitskreis der CSU für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. In diesem Arbeitskreis sitzen nicht nur die Mitglieder des gleichnamigen Ausschusses. Regelmäßig nehmen an den Sitzungen hochrangige Beamten des Ministeriums teil, die dem Arbeitskreis zuarbeiten. Für den Landwirtschaftsausschuss erstattet er in der Landtagssitzung am 10. Juli 1997 Bericht. Er eröffnet die Aussprache über die neue Nationalpark-Verordnung. Ausführlich erläutert und verteidigt er die Beschlussempfehlung des Ausschusses.4

Reinhold Bocklet, Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, bedankt sich in seiner Rede ausdrücklich bei Eberhard:

„In dem Zusammenhang möchte ich mich ausdrücklich bei Herrn Kollegen Sinner dafür bedanken, dass er die Formulierung und die Organisation der Einfügung dieses Paragraphen übernommen hat.“ 5

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  1. Diese und alle weiteren Informationen stammen aus den beiden Wikipedia-Artikeln zu Eberhard und Karl Friedrich. []
  2. Querdenker, Antreiber und Fleißarbeiter, Süddeutsche Zeitung vom 2. September 1997 []
  3. siehe der Personeneintrag zu Eberhard Sinner in der Geschichte des Bayerischen Parlaments seit 1819 []
  4. zu den beteiligten Ausschüssen siehe Vorgangsmappe, S. 9 []
  5. Plenarprotokoll, S. 6126, Hervorhebung von mir []