Sinner

„Natur Natur sein lassen bedeutet im natürlichen Fichtenwald eben auch in der Konsequenz, Borkenkäfer fressen zu lassen, bis ihre Population auf natürliche Weise zusammenbricht.“
Hans Bibelriether1

 

Epilog

Die 84. Sitzung des bayerischen Landtags am 10. Juli 1997 dauerte von 9.00 Uhr bis 19.13 Uhr. Die sogenannte „Aussprache“ über die NP-VO erfolgte nach Tagesordnungspunkt 29 kurz vor Schluss der Sitzung und dauerte eine Stunde. 4 Personen lasen jeweils 15 Minuten vorformulierte Reden vor:

  1. Eberhard Sinner (CSU)
  2. Gudrun Peters (SPD)
  3. Theresa Lödermann (Bündnis 90/Die Grünen)
  4. Staatsminister Reinhold Bocklet (CSU)

Danach wurde nicht namentlich abgestimmt. Die Zustimmung war fast einstimmig. Es gab nur einige Gegenstimmen und Enthaltungen.2

Eberhard Sinner machte Karriere:

  • 2001 Staatsminister für Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz,
  • 2003 Staatsminister für Europaangelegenheiten und regionale Beziehungen in der Bayerischen Staatskanzlei,
  • 2005 – 2008 Staatsminister, Leiter der Staatskanzlei.

Er ist ein hoch angesehener Mann:

  • 2004 Bayerischer Verdienstorden,
  • 2006 Bayerische Verfassungsmedaille in Gold,
  • 2009 Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland.

 

Panoramafoto des Riesenkahlschlags am Hirschgespreng„Das wäre der Tod des Nationalparks Bayerischer Wald durch forstliche Eingriffe.“ (Eberhard Sinner vor dem bayerischen Landtag am 10. Juli 1997)3

 

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  1. Hans Bibelriether, Natur Natur sein lassen, in: Peter Prokosch (Hg.), Ungestörte Natur – Was haben wir davon, Tagungsbericht 6 der Umweltstiftung WWF-Deutschland, Husum 1992, S. 93 []
  2. Plenarprotokoll, S. 6127 []
  3. Das Panoramafoto zeigt den Riesenkahlschlag am Hirschgespreng im Erweiterungsteil des NLPs. []