Der Fuchs im Hühnerstall: Prof. Dubbel

Mediation: Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe

Eine völlig andere Bürgerbeteiligung hat im Fall des Naturschutz- und FFH-Gebietes Königsdorfer Forst stattgefunden. Dort hatte der neue Forstamtsleiter Uwe Schölmerich vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft so viele Bäume gefällt, dass sich die Bürgerinitiative „Waldfreunde Königsdorf“ gründete. Tamar Georgi war ihre Sprecherin.

Liest man den Artikel des Kölner Stadt-Anzeigers vom 4.6.2010 unter der Überschrift „Protest gegen Chaos“ springen die Ähnlichkeiten zu Essen förmlich ins Auge. Die vielfältigen und hartnäckigen Proteste führten dazu, dass Umweltminister Remmel eine Mediation veranlasste, die sein Ministerium auch bezahlte.

2 Jahre lang fanden unter Leitung der professionellen Mediatoren Anke Blöbaum und Ralf Obert insgesamt 10 Gespräche zwischen Bürgerinitiative und Forstamt statt (siehe Forstamt und „Waldfreunde“ einigen sich, Kölnische Rundschau vom 17.1.2013).

Am Ende stand ein Mediationsvertrag, den mir der jetzige Sprecher der Waldfreunde, Werner Fink, freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat und den Sie hier herunterladen können: Vereinbarung vom 17.12.2012. Zentrale Punkte des sensationellen Vertrags sind z. B.:

  1. Motorsägen statt Harvester
  2. Rückepferde statt Forstrückeschlepper
  3. Einschlagstopp in über 60 Jahre alten Buchenwäldern

 

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