Der BUND und die Windkraftindustrie

Irrungen und Wirrungen des BUND

Zitat aus dem Redemanuskript

ab Stunde 1:17:39

[…] Meine Damen und Herren, wir haben vor 45 Jahren gemeinsam um die Verlegung einer Autobahntrasse wegen einer kleinen Blaukehlchen-Population bis zum Umfallen gekämpft. Und heute? Heute werden See- und Schreiadler, Störche, Eulen, Uhus, Rot- und Schwarzmilane, ganze Zugvogelzüge von den Geschütztesten der Geschützten im Deutschen Naturschutz nüchtern und willfährig als Kollateralschäden von Energiewende und Klimarettung abgeheftet. […]

„hocheffiziente Geräte zur Vernichtung von Vögeln und Fledermäusen“

Woher rührt diese Ignoranz? Warum reißen die Umweltverbände, allen voran der BUND, mit ihrem Hintern alles das ein, was sie in Jahrzehnten zuvor mühsam aufgebaut haben?

Es gibt dafür mehrere Gründe. Der erste: Ihr Hintern ist fett geworden. Sie haben große Apparate aufgebaut, die viel Geld kosten. Sie sind angewiesen auf einen beständigen Zustrom neuer Mitglieder, die sie vor allem unter den immer Natur ferner lebenden Großstädtern rekrutieren und die sich von einer BUND-Mitgliedschaft oder eben einem Grünstrom-Abo Ablass für ihre Umweltsünden erhoffen. Natur- und Umweltschutz ist für diese hoch mobilen, international vernetzten und agierenden „Eliten“, die kein Blaukehlchen mehr von einem Sperling unterscheiden können, vor allem Klimaschutz. Von den Nachteilen der Energiewende bekommen sie auf dem kurzen Weg zum Flughafen wenig mit.

Der zweite Grund resultiert gewissermaßen aus dem ersten: In Zeiten der Globalisierung ist traditioneller Natur- Landschafts- und Heimatschutz „out“. Ohne Klimaschutz ist alles nichts, lautet die Parole. Jetzt geht es um die weltweite Perspektive und hier gehen unsere wackeren, deutschen Traditionsnaturschützer mit jenen alt- und neulinken Internationalisten eine unheilvolle Liaison ein, für die der Klimaschutz nur Vehikel ist, um die verhassten Konzerne zu bekämpfen und den Kapitalismus in die Schranken zu weisen, in der niemals ganz ad acta gelegten Hoffnung auf die Weltrevolution. […]

Der dritte und der letzte, jedenfalls primitivste Grund für die selbstzerstörerische Ignoranz der Umweltverbände: Mit der Energiewende und dem Klimaschutz meinen ihre Protagonisten, endlich den Fuß in der Tür zu haben. Endlich dürfen sie, die Jahrzehnte lang mühsam gegen den Strom geschwommen sind, ganz oben auf der Woge des Zeitgeistes reiten. Endlich meinen sie, selbst ein Zipfelchen der Macht und Bedeutung in Händen zu halten. Dieses Gefühl, oben zu sein, wollen die Herren Weiger und Tschimpke vom NABU & Co. nicht mehr missen […].

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