Die Forststraße am Hirschgespreng und die Dreharbeiten des BR im Juni 2020
Jürgen Eichinger drehte 2020 anlässlich des 50‑jährigen Jubiläums des Nationalparks für den BR die Dokumentation „Der halbwilde Wald – Unterwegs im Nationalpark Bayerischer Wald“. Der Film sollte laut Eichinger kritischer sein als andere Jubiläumsfilme. So hatte bspw. das Bayerische Umweltministerium den Film „50 Jahre Nationalpark Bayerischer Wald“ in Auftrag gegeben. Und die NPV selbst hatte – im Verein mit arte, dem SWR und anderen – den großen Film „Der Wilde Wald: Natur Natur sein lassen“ produzieren lassen. Eichinger wollte ganz bewusst einen anderen Film drehen.
In dem 45-minütigen Film von Eichinger habe ich einen sehr kleinen, zweiminütigen Auftritt.1siehe auch Diskussion über den Film „Der halbwilde Wald“ Eichinger hatte mich kontaktiert, weil er meine Kritik an der Borkenkäferbekämpfung gut fand. Er fragte mich nach einem geeigneten Drehort und ich entschied mich sofort für das Hirschgespreng. Die Filmaufnahmen mit mir fanden am 26. Juni 2020 statt. Bitte achten Sie in dem folgenden Ausschnitt einmal nicht nur auf die großen Flächen, wo auch 10 Jahre nach der Räumung immer noch kein junger Fichtenwald wächst. Achten Sie bitte auf die breite und gut ausgebaute Forststraße, auf der Herbert Pöhnl und ich unterwegs sind. Und nicht nur wir beide nutzten diese Forststraße, auch das Auto war mit uns und der schweren Kamera- und Tontechnikausrüstung auf dieser Straße zum Drehort gefahren.
Hier noch einmal ein Foto dieser Forststraße im Juni 2020:
Auf dem folgenden Foto sehen Sie das Auto und die schwere Ton- und Filmtechnik auf der Forststraße. Hinten links hält Jürgen Eichinger Ausschau nach einem geeigneten Drehort, in der Mitte bereitet sich Herbert Pöhnl auf den Dreh vor und vorne rechts prüft der Tontechniker die Ausrüstung. Ganz im Hintergrund links der Kleine und der Große Rachel.
>Ohne die Straße wäre es unmöglich gewesen, mit dieser Technik vor Ort zu drehen. Ich bin mir nicht sicher, ob Eichinger für den BR auch mit einem iPhone gedreht hätte, wie es mittlerweile einige nicht ganz unbekannte Hollywood-Regisseure machen.2siehe Can You Shoot a Hollywood Movie on an iPhone? Und noch unsicherer bin ich, ob Eichinger und sein Techniker das Auto hätten stehen lassen und zu Fuß 1-2 km zum Drehort gewandert wären. Wir sind an diesem 26. Juni stundenlang mit dem Auto kreuz und quer durch den NP gefahren – meistens über eine der hervorragend ausgebauten Forststraßen wie der am Hirschgespreng. Immer auf der Suche nach dem perfekten Drehort. Ohne Forststraßen kein Film.
Ein iPhone kam zwar nicht bei unserem Film, aber zumindest bei dem nächsten Foto zum Einsatz. Herbert Pöhnl hat es von mir gemacht. Ich halte vergeblich Ausschau nach der Fichtenverjüngung und denke nicht im Traum daran, dass es die Forststraße, auf der ich gerade stehe, schon 2026 nicht mehr geben wird:
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