„Hier zeigen aktuelle Untersuchungen im Nationalpark, dass sich das Entfernen der toten Bäume eindeutig negativ auf den Gartenrotschwanz und auch andere Arten auswirkt.“
Müller/Simonis
Also ist der Klimawandel gut
Selbstverständlich sind die warmen 90er Jahre Folge des Klimawandels. Wer das leugnet, muss verrückt sein. Wenn aber die warmen 90er ein Segen für den Nationalpark waren, dann ist auch der Klimawandel gut. Ohne Klimawandel keine warmen Jahre, kein Buchdrucker, kein Gartenrotschwanz.
Ich schätze, dass kein Nationalparkmitarbeiter sagen darf: „Der Klimawandel ist gut.“ Das kostet ihn vermutlich seinen Arbeitsplatz. „How dare You!“ Deswegen redet man gerne über die vielen seltenen Arten, deren Ursache das viele Totholz ist. Die Ursache für das viele Totholz sind die vielen warmen Jahre. Aber dann: Stopp! Rote Linie! Das Denken bricht ab. Selbstzensur. Schere im Kopf. Gedankenverbrechen! Nicht weiter nachdenken! Sofort umkehren! Der Klimawandel ist böse. Böse. Böse.
Es ist bezeichnend, dass Müller/Simonis das Wort „Klimawandel“ nicht benutzen. Und nur ein einziges Mal reden sie vom „Klima“. Aber nicht von dessen Wandel:
„Eine ganz ähnliche Kausalität aus menschlich bedingt hohen Holzvorräten bei Nadelbäumen und dem Klima findet sich auch bei anderen Borkenkäferarten in Nordamerika.“
Es ist geradezu auffällig, wie groß der Bogen ist, den beide Autoren um den Klimawandel machen. In dem obigen Zitat hätten sie mühelos statt „Klima“ „Klimawandel“ schreiben können. Aber sie tun es nicht. Denn der Aufsatz ist ein einziges Loblied auf Buchdrucker, Totholz, Licht, Wärme und Gartenrotschwanz. Die Ursache all dessen darf nicht der Klimawandel sein.
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